Andrea & Klaus


54. Tag, Camping in Zagreb: echt wild! by Klaus Breuer
September 7, 2009, 19:25
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

Wir haben Josip und sein Wochenendhaus verlassen und fahren nach Zagreb.
Ein kräftiger Rückenwind schiebt uns an uns wir sind so schnell wie nie zuvor.
In Zagreb eilen wir in die Tourist-Info und fragen, ob es denn hier einen Camping Platz gebe. „Yes, we have. Here: Motel Plitvice. It’s the only one in Zagreb!“, und mit dem Textmarker malt sie einen Punkt an den Stadtrand von Zagreb.
Wir verbringen einen gemütlichen Tag in der Stadt und machen uns am späten Nachmittag auf den Weg zum Campingplatz.
Dann die Überraschung: Plitvice ist ein Autobahnmotel an einer Raststätte.
Ich gehe rein, erzähle, dass wir mit dem Fahrrad unterwegs sind und frage nach dem Campingplatz.
„Ja, ja, der ist hier, aber auf der anderen Seite!“, sagt die Bedienung des Restaurants und führt mich an eine Wand, an der mehrere handgemalte Zettel mit Zeichnungen von gordischen Autobahnknoten hängen. Mit dem Finger zeigt sie mir, welche Abfahrten und Kreisel ich nehmen muss, um dort hin zu kommen.
„Aber…nicht mit dem Fahrrad…“ sage ich lächelnd.
„Nein,“ lächelt sie zurück, „nicht mit dem Fahrrad.“.
Wir machen uns wieder auf den Weg, über eine kleine Brücke und verschlungene Feldwege und es gelingt uns, hinter die Autobahnraststätte auf der anderen Seite zu kommen.
Aber weiter leider nicht: ein hoher Zaun stoppt uns wenige Meter vor dem Ziel.
Und der komische Durchgang wurde absichtlich so gebaut, dass man garantiert nur zu Fuss und nicht mit irgendeinem Fahrzeug durchkommt.

Andrea im Käfig

Andrea im Käfig

Wahrscheinlich wären wir sogar durchgekommen, wenn wir die Räder vom Hundeanhänger abgemacht hätten, alle Taschen abgenommen und die Fahrräder irgendwie komisch hochkant da durchgefummelt hätten, aber das wird uns dann doch zu blöd. Wir beschliessen, auf der etwas stacheligen Wiese direkt hinter uns das Zelt aufzuschlagen (Motel Piekswiese) und morgen ganz früh wieder zu verschwinden.

Motel Piekswiese

Motel Piekswiese

Auf diese Weise kamen wir zu unserem ersten „wildes campen“ Erlebnis.


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