Andrea & Klaus


Endlich wieder auf den Fahrrädern… by Andrea Kuenstle

…. finde ich die Ruhe über das, was wir bislang in der Türkei erlebt haben nach zu denken, zu sortieren. Sehr stark geprägt sind meine Gefühle hier von der Not der Tiere, aber dazu später.
Das Wetter macht es für uns schwierig gut voran zu kommen. Wenn es regnet sind es richtige Unwetter, bei denen wir sicher nicht fahren können. Aber zum Glück sind diese Regentage meist sehr kurz und dann zeigt sich die Sonne wieder mit einem strahlend blauen Himmel.
Die Menschen unterwegs rufen uns lachend zu, winken, schenken und Mandarinen, Wasser oder Tee. Für Sammy und Momo gibt es ab und an Brot oder Hühnchen.
Eigentlich sollte ich mich hier herzlich willkommen fühlen, sogar mit den Hunden.
Aber ich fühle mich nicht willkommen. Als Tourist jederzeit, aber als Mensch, als Frau? Wir leben im 21. Jahrhundert. In rasendem Fortschritt, in einer Zeit in der Religion vielleicht noch wichtig ist, es aber keine Kreuzzüge mehr gibt. Aber hier ist es anders.  Es gibt nur eine Religion und wer keine hat ist automatisch Moslem. Viele Menschen leben in Hütten, eingeschlagen in Plastikfolien oder sogar Zelten. Der Geruch von Feuer, der nachts die Kälte vertreiben soll, begleitet uns jetzt schon während der gesamten Türkei Reise.
Es gibt Obst und Gemüse im Überfluss. Wurst, Fleisch und Milchprodukte sind sehr teuer. Für uns als Touristen ist es ein billiges Urlaubsland. Die Menschen hier sind arm. Auf den Dörfern ist es sicherlich oft noch einfacher, dort fangen sich die Familien gegenseitig auf… die großen Städte tun nur wenigen Menschen gut. Allerdings ist hier dann wieder für eine gute Ausbildung gesorgt, mit guten Schulen und Universitäten.
Es ist alles so voller Gegensätze, so voller Fröhlichkeit, voller Armut und Reichtum, voller Verwirrung. Ja vielleicht ist es das was es mir hier so schwierig macht, dass die Menschen selber dazu gehören, zu unserem 21. Jahrhundert, aber doch ihre Eigenständigkeit bewahren wollen. Diese Verwirrung macht es nicht leicht sich einander zu nähern. Ausschließlich ihre Liebenswürdigkeit, natürlich neben der herrlichen Landschaft und anderen historischen faszinierenden Orten, lassen uns den Weg weiter fahren. An der Küste entlang weiter Richtung Syrien.


1 Kommentar so far
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Ich finde es total klasse was ihr da macht, wäre gerne dabei und es interessiert mich sehr wie ihr die Türkei erlebt, auch und für mich vor allem aus Sicht der Tiere, die dort leben und nicht überleben.
Ich freue mich auf mehr.
Liebe Grüße
Dagmar

Kommentar von Dagmar Remmers




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