Andrea & Klaus


Video: Pati-Pet oder „second chance“ by Andrea Kuenstle

Pati Pet oder "second chance"

(Klick auf das Foto öffnet die Videogalerie)
Nach nun über 90 Tagen in der Türkei, und einigen Gedanken über „Aufgeben“, über vielleicht zurück nach Deutschland , werden wir uns in 1-2 Wochen wieder auf den Weg machen, mit guten Gefühlen und fahren noch nicht zurück.
Wir trafen Todd & Sharon, die vor 1,5 Jahren hier in der Türkei ein Grundstück gekauft haben, Hunden und Katzen ein Tierhostel mit „full service“ 🙂 bieten, aber auch Strassenhunde und -Katzen einsammeln und ggf. vermitteln. Sie tun das, was sie können. Und trotz aller Unwegsamkeiten, und ich bin sicher wir haben nur von einigen wenigen Erfahren, geben sie nicht auf. Sie bleiben hier in der Türkei. Das ist das Land in dem sie leben wollen. Sie sind keine Samariter oder Oberschullehrer, aber durch ihre Art sind sie Vorbild für die Menschen hier. Sie machen vor, wie man mit Mitlebewesen , wie man mit der Natur umgeht.
Sie recyclen Wasser, separieren Müll und bringen ihn zu Menschen, die damit ein wenig Geld verdienen, sie sammeln alte weg geworfenen Möbel und verteilen diese wenn jemand davon etwas haben möchte. Sie möchten noch mehr Arbeitsplätze für die türkische Bevölkerung schaffen und ihnen einen fairen Lohn für ihre Arbeit zahlen. Sie möchten Kinder einladen und ihnen zeigen, wie man mit Hunden umgehen sollte. Sie starten mit Freunden Aktionen, wie einen HotDog 🙂 Verkauf, um Geld für eine Kastrationsaktion zu sammeln.
Das Hostel wird hoffentlich in der Zukunft ein Weg sein, um noch mehr Strassentieren ein zu Hause zu geben bis zu einer hoffentlichen Vermittlung.
Aber vorallem betreiben sie das Hostel, um noch mehr Aufklärung zu betreiben, Plakate zu drucken (do not shop—–adopt), um noch mehr Menschen ihre Philosophie näher zu bringen.
Wir trafen Todd & Sharon und ich hätte nicht für möglich gehalten, was diese herzensguten Menschen hier zu Zweit aufgebaut haben und wieviel Zeit sie nebenbei in Ihre eigenen Tiere investieren: da ist die blinde Rosa, ein Hund, mit so viel Lebensfreude, eine blinde Katze, Second Chance, ein riesiger Hund, der auf Grund eines Beinbruchs eingeschläfert werden sollte und und und.
Was die Beiden vorher gemacht haben passt so garnicht zu dieser Story, aber erklärt ihr Wissen über den Umgang mit Tieren und ihre liebevolle Art im Umgang mit Menschen.
Dazu nur kurz: Todd war beim amerikanischen Militär, 16 Jahre lang, als Hundeausbilder, aber auch in einigen Einsätzen in Kriegen, deren Realität mir bis hierher zwar bewusst war, aber das Gefühl, dass diese Dinge real sind, das habe ich hier gespürt.
Wir trafen bislang so viele wundervolle Menschen und Sharon & Todd sind 2 davon.
Es gibt einen kleinen Unterschied, diesen haben wir bei Dagmar, Jogi und Timo, aber eben auch hier erlebt: Frieden und Zeit uns mit dem Erlebten zu befassen, zu verstehen, und vielleicht in Gesprächen die Dinge zu sehen, die uns glücklich oder auch unglücklich machten.
Es gibt einen kleinen Film zu der Arbeit und der Philosophie der Beiden.
Und ich wünsche Ihnen, dass sie bald die Zeit und Ruhe finden, Ihre Arbeit selber zu bestaunen, denn es ist wirklich unglaublich, was sie hier aufgebaut haben.
Und das ist „second chance“! 🙂

"second chance" oder auch Chanco


3 Kommentare so far
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Was für ein weiser und sympathischer Kommentar von Oliver! Respekt!

Transportmöglichkeiten, von ev. benötigten Ersatzteilen o.ä. zu Euren nächsten Reisezielen/Ländern sind, wie schon angesprochen „in Arbeit“…

Liebe Grüße

Peter

Kommentar von Peter Simon

Hallo Ihr beiden!

ich erinnere mich noch gut, als wir uns im Juli in Aschaffenburg begegnet sind, ihr auf der Suche nach einem Plätzchen für die Nacht ward und ich euch einen Platz im Windschatten meines Busses angeboten habe. Ich erinnere gut unsere Gespräche, euren Elan, die große Freude…

Später begann ich, in eurem Blog zu lesen. Ihr seid tief eingetaucht in die für uns fremden Kulturen, habt euch tief berühren lassen von den Menschen, den Tieren und deren Schicksalen dort. Einige technische Hürden säumten euren Weg, brachten Euch noch näher zu den Menschen, ihrem Leben, ihrer Kultur.

Es erscheint sehr viel Elend und Leid aus euren Blogeinträgen. Leid, wie wir es aus unserem Land nicht einmal annähernd aus den Nachrichten kennen. Die Menschen dort leben damit, sie sind damit groß geworden. Für sie ist es „normal“. Sie kennen es nicht anders.

Aber auch sie können sich freuen. Sie erfreuen sich z. B. daran, Gastgeber für euch zu sein. Sie teilen das wenige, was sie haben, mit euch und das tun sie auch noch gerne. Zwischenmenschliche Beziehungen, Gemeinschaft scheinen einen wesentlich höheren Wert zu haben als vielleicht bei uns hier in Deutschland. Sie haben ein anderes „Wertesystem“.

Diese Menschen und Tiere können furchtbar leiden, aber sie können sich trotz alledem auch wahnsinnig freuen. Vielleicht im Gegensatz zu uns haben sie sich die Fähigkeit bewahrt, trotz all des Elends dieses auch mal sein zu lassen und ihre Aufmerksamkeit voll und ganz auf die schönen Dinge zu lenken und diese Freude aus tiefsten Herzen heraus zu leben.

Ich möchte euch Mut machen, weiter zu gehen, weiter zu fahren. Schaut Euch noch andere Länder, andere Kulturen an. Verzettelt euch nicht. Ihr könnt das Leid der Tiere und Menschen nicht hinfort nehmen. Aber ihr habt es mit Sicherheit ein Stück weit bunter gemacht!

Liebe Grüße
Oliver

Kommentar von Oliver

Hallo Oliver,
Du sprichst uns aus der Seele. Vielen Dank! LG Andrea & Klaus

Kommentar von Andrea Kuenstle




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