Andrea & Klaus


Antakya by Andrea Kuenstle
April 6, 2010, 19:28
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

Es ist Klaus Geburtstag und wir sind nur noch 40 km von Antakya entfernt, auf 700m in das grüne Tal schauend. Nachdem wir nun in den letzten Tagen richtig Gas gegeben haben, 1. Etappe 98 km, dann 48km auf 700m, haben wir jetzt eine herrliche Abfahrt vor uns um dann nach Antakya zu kommen und dort Klaus Geburtstag zu feiern. Am Morgen gibt es erstmal einen Kaffee, den Kuchen (Linzerschnitte), den mein Daddy uns gebacken hat und dann auf, auf die Räder. Manchmal frage ich mich schon, wenn ich so auf dem Rad sitze, ob wir noch ganz normal sind, aber dann, dann kommt das Strahlen zurück, wir schauen links und rechts und fühlen uns wie Schauspieler in dem größten Theaterstück der Welt. Die Türkei war schwierig für uns, aber dass die Menschen in diesem Land auf dem richtigen Weg sind, das konnte man in Antakya spüren: die Menschen Strahlen, die Frauen sind nicht zu Hause verborgen, sondern nehmen an dem Leben Teil, mehrere Religionen existieren hier nebeneinander, sogar miteinander, hier ist eine Art Fitness Euphorie ausgebrochen, jung und alt, dünn und dick betreiben in dem Volkspark allerlei Fitness. Wir fahren mit dem Dolmusch (lokale Busse) zum Titus Tunnel, der leider wegen Hochwasserproblemen nicht begehbar ist, so scheint es: ein junger knackiger Fischermann aus dem Dorf zeigt uns einen Weg hinein und hilft uns an schwierigen Stellen die glatten Felsen zu überwinden, wir schlendern durch die alten Gassen der Stadt, besichtigen die katholische Kirche und werden von einer Frauengruppe zu einem Besuch im Kulturzentrum eingeladen. Und während wir dort sitzen, unseren Tee in dem schattigen Hinterhof genießen hören wir Glockengeläut. Ein ungewohntes Geräusch. Am Abend finden wir in den Gassen einen kleinen Platz, gefüllt mit kleinen Tischen und Stühlen, voller junger Menschen, ringsherum ein Teehaus und verschieden andere Lokale. Wir setzen uns an einen dieser Tische und essen eine Pizza…… ein junger Mann, den wir wegen seinem Motorrad und der Motorradkleidung incl. Helm anlächeln, denn das ist wohl das erste Mal in der Türkei, dass wir so etwas sehen, legt uns sein Handy auf den Tisch… wir hören moderne türkische Musik…..er selber setzt sich zu seinen Freunden. Am nächsten Morgen, Fahrräder sind gepackt, fahren wir Richtung Osten, Richtung Syrien. Wir wollen einen Abstecher zur St. Peter’s Church machen (hier versammelte sich die erste christliche Gemeinde um Paulus, Barnabas und Petrus; hier wurden die Jünger das erste Mal Christen genannt) und verfransen uns in der Stadt. Ein junger Türke stoppt mit seinem Fahrrad und bringt uns schließlich dort hin. Es geht ein wenig den Berg rauf und da mein Knie etwas Probleme gemacht hatte in den letzten Tagen wollte ich schieben. Nun, das übernimmt der Kavalier natürlich…. dann doch pustend und wundernd über das Gewicht. Jetzt haben wir einen Aufkleber auf dem Fahrrad. Der Kavalier ist nämlich ein Fahrradtrainer in Antakya:-) P.S.: Fotogalerie folgt


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