Andrea & Klaus


Start in Jordanien by Andrea Kuenstle
April 27, 2010, 18:00
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

unser erster Tag in Jordanien war natürlich, wie sollte es anders sein, aufregend.
Die Formalitäten anstrengend, aber dann sind wir in Jordanien und wissen mal wieder nicht, wo wir die erste Nacht verbringen sollen. Wildcampen am Straßenrand unter Bäumen scheint aus zufallen. Auch nach einigen Kilometern: keine Bäume so weit das Auge reicht. Dafür brennende Sonne und Sand, Sand, Sand.
Amman werden wir am ersten Tag nicht erreichen. Über die Wüste verteilt einige Windhosen, unsere ersten Kamele am Straßenrand, Nomadenzelte…. und wir haben nicht genügend Wasser. Die Sonne brennt und tut schon fast weh auf der Haut, wie sich herausstellt der erste richtig heiße Tag in diesem Jahr. Ein Polizist stoppt uns und gibt uns Wasser. Der nächste Ort ist nicht mehr weit. Wasser, Wasser, Wasser 🙂 Und dann, ich warte auf Klaus, der uns was zu Essen besorgt, da höre ich doch jemanden sagen… „ach du Scheiße“. Er lädt uns zu einem Bier!!!! ein, wir lehnen nicht ab und schlafen in seinem Hinterhof unter freiem Himmel auf unseren Isomatten, zwischen Weinreben und Zitronenbäumen, bei „moving Stones“, Schildkröten, die Momo ganz faszinierend findet. Eine Christenfamilie, die uns herzlich Willkommen heißt, uns mit Spinat und Reis versorgt, wir eine kalte Dusche bekommen und Andrew treffen, ein Amerikaner, 24 Jahre alt, der hier 2 Jahre an einer Schule unterrichtet, ein Programm zwischen Jordanien und den USA für den Frieden. Wir waren sehr beeindruckt von Andrew, die Menschen werden auf beiden Seiten lernen, kann zu Hause von den Menschen hier berichten und die Menschen hier lernen etwas über andere Kulturen.
Am nächsten Morgen brechen wir früh auf, wollen nach Amman kommen. Die Fahrt ist erst herrlich, wird aber wieder sehr sehr heiß und das dann über 20 km durch den stickigen Verkehr der Stadt. Wir machen an einer kleinen Bude neben Autowerkstätten halt, trinken einen Tee, essen Falaffel, die jungen Männer schenken uns Fotos von ihnen und schreiben darauf ihre Namen und „ich liebe Deutschland“ 🙂 und dann auf zum Endspurt. Das Zentrum ist erreicht, die Polizei hat keine Ahnung wo wir eine Touristeninfo finden, die sich übrigens ca. 200m entfernt von ihnen befindet wie wir am nächsten Tag fest stellen, und dann finden wir ein Hostel, eine Art Jugendherberge. Wir müssen die Fahrräder in eine enge Gasse schieben und dann alles in den 3. Stock bringen. Aber dann ist es geschafft. Die Fahrräder sind im Zimmer, die Hunde schlafen schon auf dem kühlen Boden…. meine Kamera ist weg. Katzenjammer. Und das jetzt schon den 2. Tag. Ich bin sauer und vor allem traurig. Ich habe Spaß am Fotografieren. Jahrelang war keine Zeit, keine Gedanken dafür da und jetzt….. Ich habe noch die große Kamera, aber die ist nicht für einfach so…. egal, es wird auch ohne gehen. Schade.
Damit hatte ich natürlich auch nicht so den Blick für die Stadt. Aber ich glaube auch, dass es eher die kleineren Orte, die nicht so touristischen Plätze sein werden, die uns Jordanien entdecken lassen. Morgen geht es weiter Richtung tote Meer. Dann hoffentlich ohne Steine werfende Kinder, denn die hatten wir auch am ersten Tag bereits erlebt. Fotos gibt es leider keine, denn die sind samt Kamera futsch.


3 Kommentare so far
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Yayyy! Come back to Mafraq any time! hahaha, although I hope we will get to meet again in Germany where there is more water and shade! My landlord continues to this day with the „ach du Scheiße“ and all i can do is shake my head.

Kommentar von Andrew

Hallo, liebe Andrea und hallo, lieber Klaus! Schön, wieder von Euch zu hören, diesmal aus Jordanien! Aber zu allererst: Ganz herzliche Geburtstagsgrüsse an Dich, liebe Andrea! Wo wirst Du diesen Tag, den 30.04.2010, verbringen? Bereits in Ägypten? – Der Verlust der kleinen Kamera mit den darin gespeicherten Bildern ist ja sehr bitter! Ich kann es sehr nachfühlen, ich habe mich ja auch auf meinen Reisen beklauen lassen! Ich hoffe sehr, dass Ihr bald wieder eine neue „kleine Kamera“ haben werdet! – Heute werdet Ihr am Toten Meer sein! Auch baden? Lieber nicht, das Wasser ist viel zu salzig! Und, falls Ihr Kopfschmerzen bekommt: Ihr seid fast einen halben km unter NN! Denkt bitte kurz an mich, ich war vor einigen Jahren mal kurz auf der gegenüberliegenden Seite des Sees, im Westjordanland, leider mit heftigen Kopfschmerzen! – Von ganzem Herzen wünsche ich Euch eine gute Weiterreise! Und ich erwarte schon bald wieder weitere so interessante und lebhafte Reiseberichte! Danke!
Bis bald
Papa
28.04.2010 08:25 MESZ
(Scheinbar gibt es heute Übertragungsprobleme)

Kommentar von Papa

Salam Aleikum,
herzlichen Glückwunsch zur Einreise in Jordanien, immer noch beneide ich euch, wäre auch gerne da.
Meine jordanischen Teilnehmer schwärmen immer wieder von Petra, müsst ihr unbedingt sehen!!
Laßt es euch gut gehen, Ich denke oft an Euch!
Christiane aus dem sonnigen Bonn

Kommentar von Christiane Berlage




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