Andrea & Klaus


Mein Geburtstag war wohl ein ganz „Besonderer“…. (Review Jordanien 1) by Andrea Kuenstle
Mai 10, 2010, 14:33
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

….. am toten Meer los geradelt kamen wir auf Sealevel gegen 14 Uhr an. Verschwitzt und staubig, aber strahlend.
Wir hatten einen wunderbaren Platz gefunden und schauten auf die bunten Sandsteinfelsen im Tal vom Toten Meer.
Bis zum Sonnenuntergang genossen wir die Aussicht, gingen früh schlafen um am nächsten Morgen den weiteren Aufstieg bis Al Karak (900m) zu schaffen. Übrigens: die nächste Zeit in Jordanien wird Wasser für uns immer wertvoller, waschen beschränkt sich auf das anfeuten eines Feuchttuchs um wenigstens den gröbsten Staub vom Körper zu bekommen. Unsere bunte Kleidung wechselt in einen beige Ton. Auch Momo und Sammy sehen bald mehr beige als schwarz aus.

Die Fahrt geht über die Kings Road Richtung Süden und wir haben neben den Steinewerfern, über die es natürlich einen extra Bericht geben wird, noch so Allerlei erlebt.
Die Kings Road mit ihrer Landschaft ist wirklich!!!!! ein Erlebnis und trotz der anstrengenden Fahrt bin ich froh, dass wir sie so erleben und nicht, wie mancher Tourist, schlafend im klimatisierten Bus, vielleicht ein Foto aus dem Fenster knipsend.

So manchesmal, ich schweißgebadet, sehe ich im Rückspiegel Momo gähnend, unter ihrem Schirm hervor schauend, im Hänger im Schatten sitzend. Neid!!!! Wir finden herrliche Stellen für unsere Rastplätze. Auch wenn Nachts einige Hunde bellend um unser Zelt schleichen und es ein wenig dauert, bis sie wieder abziehen.

Man sagte uns, dass Jordanien teuer wäre, aber Jordanien ist NICHT teuer. Natürlich, dort wo die Touristen Orte sind, dort zahlt man ordentliche Preise, ansonsten ist das Preisniveau ähnlich dem der Türkei. Man muss sich halt trauen in den kleinen Läden einzukaufen, und die Imbissstuben, statt der teueren Touristenrestaurants ansteuern.
Gastfreundschaft: ein schwieriges Thema, wenn man mit Steinen beworfen wird und die „Erwachsenen“ nur zu schauen.
Wir haben so ziemlich JEDEN darauf angesprochen, aber ausser einem Unverständnis und kläglichen Versuchen der Erklärungen erfuhren wir keine Reaktionen zu dem Thema „Steinewerfende jugendliche in Jordanien“.
Unser Eindruck: Gastfreundschaft, wie man sie im Sommer auch in Deutschland erleben kann. Eine Einladungen zum Tee endeten in: schenkt mir was,! Leatherman, euer Fahrrad, ich habe so viele Kinder und das kostet……… Bei anderen Einladungen war klar, dass dann etwas verkauft werden sollte. Am angenehmsten war es abseits der Touristenrouten, aber halt nicht die Gastfreundschaft, wie wir sie in Syrien erlebt haben.
Wir erleben auch wieder Temperaturen um die 13C und Regen. Das war nach den gewohnten 36C ordentlich kalt.
Wir erleben einen Pickup Fahrer, der uns mit nehmen will, auf den Berg, zeigt uns mit den Fingern 10 JD. Wir stimmen zu, denn der nächste Ort hat bestimmt wieder steinewerfende Kinder. Zum Glück kommt ein anderes Paar vorbei, und das übersetzt: nein, nein, der möchte 25 JD. Der Typ zieht sauer ab, ihm wurde offensichtlich die Tour vermasselt. Wir fahren alleine weiter. Und prompt erwischen uns die Steinewerfer wieder. Diesmal in einem Ort, in dem es Universitäten gibt. Bildung scheint also auch nicht zu helfen und diesemal ist einer der Jungen mind. 17 JAhre alt. Wir sind sauer und die Landschaft ist nicht mehr zu genießen. Das Reservat Dana ist erreicht. Hunde dürfen nicht mit rein, aber wir stellen unser Zelt vor dem Tor auf dem Parkplatz unter Pinien auf, und wieder sind wir überrascht, wie man in so einer Natur, weit ab von aller Zivilisation, so viel Müll hinter lassen kann. Unfassbar. Wir lernen Bassam kennen, der für den Touristenempfang und das Reservat eigene Camp verantwortlich ist und das, das war unser Glück. Ein wundervoller Mensch. Dazu später.
Bis Petra geht es mit geringeren Steigungen weiter. Die Route unterteilen wir so, dass wir nicht zu Schulschluss durch einen Ort müssen. Dann der Abzweig Petra, 400m runter. Oh weh, das müssen wir alles wieder rauf.
Aber jetzt sind wir erstmal hier.
P.S.: Sammy und Momo waren auf der Reise kein Problem für die Menschen. Etwas erstaunt, aber immer ein Lächeln bei den Menschen und wenn wir mehrere Sammys und Momos hätten, wir hätten ordentlich Geld verdienen können, so oft wie man sie uns abkaufen wollte 🙂


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