Andrea & Klaus


Fotogalerie: CleanUp Kampagne von Care by Andrea Kuenstle
Dezember 6, 2010, 10:00
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

Wir in der BASATA Schule:
Wir sind einfach keine Lehrer, keine Pädagogen.
Wir sprechen die Sprache der Kinder nicht.
Und das bedeutet, dass wir gleich zwei Sprachen nicht verstehen:
Arabisch und Ihre Kultur!
Wir wissen viel zu wenig von der Geschichte, von den unglaublichen Dingen, die hier passiert sind.  Wir wissen zu wenig von Ihrem Leben.
Da wurden Männer weg gesperrt und kamen gebrochen wieder, da kommen reiche Menschen in dieses Land und teilen es unter sich auf, da……
Und dann kommen wir mit unseren Lehren und erzählen den Kindern, was sie gefälligst lernen sollen.
Tausendfach, millionenfach passiert das auf unserer Erde und immer wieder leiden die Menschen darunter. Warum lassen wir sie eigentlich nicht einfach in Ruhe?
Vor Zwei Tagen: „Clean Up Kampagne“ von Care organisiert!
Da sind hier über 200 Menschen in und um Nuweiba eingefallen.
Kamen in Ihren großen klimatisierten Bussen, farbenprächtig, versorgt mit Stofftaschen und ausgerüstet mit einer Taschenlampe (?), einem Hut, einer Trillerpfeife (?), einer Umhängetasche für die Wasserflaschen (zum Kühl halten (?) und Latex-Einmal Handschuhen. Sie kamen zum Müll sammeln und streichen. Den Müll sammeln, den unsere Zivilisation hier her bringt und die Häuser streichen, die kein Beduine haben möchte.
Noch eine kurze Warnung im Bus: sprecht nicht mit den Einheimischen, sie sind anders, wir wollen nicht intervenieren.
Und los ging es. Handschuhe für die Reichen. Keine Handschuhe, aber erwartete Hilfe, für die Einheimischen.
Die Aktion sollte zeigen, dass etwas getan werden muss. Muss es denn? Schon wieder?
Da wurden Häuser angepinselt, Bürgersteigmarkierungen neu gestrichen, hier und dort ein wenig der Müll verteilt. Sicherlich auch einiger gesammelt und dann….. alle stiegen wieder in Ihre Busse und waren fort. Stille kehrte wieder ein. Die Einwohner bestaunten ihre angepinselten Hauswände… aber seht selbst…..
(Klick auf das Foto öffnet die Fotogalerie)

Und dann am Abend gibt es im Hotel ein Überflussbuffet, Musik, Tanz und Medaillen, noch mehr Müll! Der dann wieder irgendwo hier in Nuweiba landet und wir können wieder los, um ihn „an“ zusammeln 🙂

Noch ein Nachsatz: die Helfer waren sehr engagiert und haben für einen kurzen Moment viel Farbe in das Leben der Menschen gebracht. Ich finde es schade, dass diese positive Energie nicht für etwas mit vielleicht weniger Show aber dafür mehr Nachhaltigkeit, genutzt wurde.


5 Kommentare so far
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[…] haben schon drüber geschrieben, https://jojomann.wordpress.com/2010/12/06/die-basata-schule-eine-cleanup-kampagne/ hier nun noch der Film mit einigen Interviews und einigen […]

Pingback von Video: Care CleanUp Campaign « Andrea & Klaus

Hallo, liebe Andrea & hallo, lieber Klaus!
Ich hoffe, es geht Euch beiden gut! Doch mache ich mir Sorge, ob die Hai-Gefahr so einfach wieder gebannt ist! Auch wenn „… Ein Beamter der Provinzverwaltung von Süd-Sinai … vor Reportern ins Wasser gestiegen ist um zu demonstrieren, dass die Hai-Gefahr gebannt sei!“ – – – Was ist wichtiger: die Sicherheit der Badenden oder die Buchungszahlen der Hotels? Ich habe für Euch einen Artikel aus dem Generalanzeiger Bonn in diese Mail kopiert. Schreibt mir doch bitte, ob die „Hai-Attacke“ bei den Menschen dort überhaupt ein Thema ist und ob Ihr weiterhin sorglos schwimmen geht? – – –
[Hai-Attacke im Roten Meer wegen toter Schafe?
Scharm al-Scheich/Kairo. (dpa) Nach der tödlichen Hai-Attacke vom Wochenende sind die meisten Badestrände auf der ägyptischen Sinai- Halbinsel auch am Mittwoch gesperrt geblieben. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei Hoteliers in der Region. Lediglich östlich von Nuwaiba blieb das Baden im Roten Meer erlaubt. – – – In Scharm al-Scheich war am vergangenen Sonntag eine 71 Jahre alte Touristin aus Baden-Württemberg von einem Hai getötet worden. In den dortigen Hotels hieß es, noch sei unklar, ob die Küstengewässer am Freitag dieser Woche wieder für Schwimmer geöffnet würden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen war nach dem Tod der Touristin vor der Küste ein Hai gefangen worden. Zwei Haie hatte man bereits in der vergangenen Woche gefangen, nachdem die Raubfische vier Urlauber in dem Seegebiet schwer verletzt hatten. – – – Experten aus Australien und den USA sollen den ägyptischen Behörden nun helfen, die Ursache für die ungewöhnlichen Angriffe zu ergründen. Bisher kursieren zwei Theorien. Zum einen heißt es, die Haie hätten wegen der Überfischung nicht genügend Nahrung gefunden und sich deshalb den Badestränden genähert. Zum anderen wird spekuliert, das Verhalten der Tiere hänge mit einem Zwischenfall im September zusammen. Damals hatte eine Schiffsbesatzung im Roten Meer Dutzende von toten Schafen über Bord geworfen. – – – Die Tiere, die als Opfertiere zum islamischen Opferfest verkauft werden sollten, waren nach Medienberichten auf dem Schiff verendet. Nun wird vermutet, dass Haie einige der Tierkadaver fraßen, die Raubfische hätten sich daraufhin in den Küstengewässern auf die Suche nach weiterer leichter Beute gemacht. Diese Theorie vertrat unter anderem der Meeresbiologe Mohammed Abu Said von der Kairoer Al-Azhar- Universität in der regierungsnahen Zeitung „Al-Ahram“. – – – Ein Beamter der Provinzverwaltung von Süd-Sinai war am Dienstagabend an dem Ort, an dem die deutsche Urlauberin ums Leben gekommen war, vor Reportern ins Wasser gestiegen. Er wollte damit demonstrieren, dass die Hai-Gefahr gebannt sei! Die Tourismusindustrie in der Region hat wegen der Sperrung der Strände bereits deutliche Einbußen erlitten. – – – Artikel vom 08.12.2010]

Liebe Grüsse aus Bonn-Beuel
Bis bald
Franz & Papa

Kommentar von Papa

Hallo Franz, die Menschen hier nehmen das durchaus ernst. Und es wird viel darüber diskutiert. Der Generalanzeiger hat wieder das getan, was immer gerne zieht… nur die effektvollen Details erwähnt. Es gibt mehrere nicht so effektvolle Vermutungen, warum die Haie hier vor Sharm El Sheike auftauchen. U.a., dass in Jordanien vor Aquaba die Haie effektiv bekämpft worden und weiter runter in das rote Meer getrieben wurden. Aber das hört sich natürlich nicht so toll an wie die „Schaf“ Story. Oder wie wäre es mit dieser Geschichte: die Tiere werden für die Taucher mit Futter angelockt, oder…. Abfälle aus den Hotels landen im Meer, oder…. die Fähre von Aquaba (auch für die Touristen) entsorgt ständig ihren Abfall im Roten Meer. Dass hier Spezialisten zur Aufklärung sind, scheint zu stimmen. Einige der Projekte hier sind auf Grund der Brisanz in dem Thema aus Zeitgründen zurück gestellt. Du siehst, man nimmt das Thema ernst… und wir gehen trotzdem schnorcheln, denn hier vor der Küste (170 kmentfertn von Sharm) wird peinlichst auf das Meer und ihre Bewohner geachtet: keine Tauchgänge, keine Fischen, keine Abfälle in das Meer,……. Und wieder einmal scheinen wir uns das Problem selber gemacht zu haben. LG aus der wunderschönen Unterwasserwelt, hoffentlich weiterhin Haifrei, Andrea & Klaus

Kommentar von Andrea Kuenstle

Tja, ich kann Euere Ohnmacht und stille Wut verstehen, daß es an manchen Stellen in Westafrika oder Indien noch „schlimmer“ zugeht, ist sicher nur ein schwacher Trost! – Hier kam gestern folgende Meldung vom Roten Meer: Hai beißt deutsche Touristin im Roten Meer tot (05.12.2010) Das Tier riss der 70-Jährigen den rechten Arm und ein Bein ab. Nach Angaben von Augenzeugen und Polizeibeamten starb die Frau noch [am Ufer] … Kairo (dpa) – Dann scheinen die Tiere doch nicht so ganz touristenfreundlich zu sein! Ganz liebe Grüsse, heute, am „hillgen“ Nikolaustag
Papa

Kommentar von Papa

Ich bin ganz Eurer Meinung, Hilfe kann nur mit Achtsamtkeit erfolgen und in Abstimmung mit denen, die Hilfe haben möchten. Ansonsten ist es wie üblich gut gemeint und nicht gut gemacht. Manchmal wahrscheinlich noch nicht mal gut gemeint. Würde gerne mit Euch diskutieren.. Für heute Gruß aus dem kalten Bonn
Solveig

Kommentar von solveig braecker




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