Andrea & Klaus


Fotogalerie: Ein Freund in Italien by Andrea Kuenstle
Mai 16, 2011, 07:00
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

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Immer wieder treffen wir einfach nur wunderbare Menschen.
Menschen, für die die normalsten Dinge im Leben noch normal sind.
Menschen, die sich nicht für die „Krönung der Schöpfung“ halten.
Menschen, die wissen, dass wir ohne die Natur, ohne die anderen Lebewesen nicht überleben würden.
Menschen, die einfach unsere Erde und alles was darauf ist lieben.
Wir radeln so durch Italien, vorbei an all den Köstlichkeiten, den Büffeln, die uns den Mozzarella geben, an den Haselnussbäumen, die uns auf der Reise viel, viel Kraft geben mit ihren Nüssen.
Vorbei an all den Brunnen mit dem herrlichen Wasser, dessen Bedeutung uns in den Monaten unserer Reise mehr als deutlich wurde und wir genießen die Gerüche, die uns überall empfangen. Hier in Italien.
Aber es regnet auch viel und so kommen wir nun an diesem einen Tag bei Josef vorbei.
Es blitzt und donnert und zunächst schlagen wir seine Einladung, uns unterzustellen, aus. Uns kann ja so ein bisschen Regen nicht erschrecken. Es hagelt und schüttet und wir sind mal wieder bis auf die Haut durchnässt.
Als dann auch noch der Wind kommt, der uns ordentlich frösteln lässt, entscheiden wir uns zur Umkehr… zu Josef.
Der lässt uns rein… wir sind auf seinem Grundstück, seinem Garten Eden mit einem Teil der Arche Noah, angekommen.
Schnell hat er ein Feuer gezaubert und Kleidung raus gesucht, uns seinen selbst gemachten Wein, seinen Käse und Brot serviert.
Er holt Eier von seinen Hühnern und wir brutscheln uns gemeinsam ein wundervolles Rührei.
Nicht nur das Ei, auch wir sind gerührt. Seine Tiere laufen ihm nach. Seine Schafe lassen sich streicheln. Überall gibt es kleine Küken und kranke Tiere füttert er mit der Hand. Die Tiere ernähren ihn und er kümmert sich um sie. Er geht die Schafe melken, macht uns Quark und wir haben am nächsten Morgen frische Schafsmilch für unser Müsli. Er kümmert sich um seine Bäume, die Oliven, die Nüsse, die Kirschen und die Aprikosen. Aber auch die Pflanzen, die er nicht nutzen kann, kennt und liebt er.
Natürlich bleiben wir die Nacht. Umgeben von friedlichen, glücklichen Schafen, Hühnern und Küken, einem Hund und viel viel Natur.
Am nächsten Morgen gibt Josef uns noch einen seiner selbst gemachten Käse und wir fahren weiter. Wir vermissen ihn.


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