Andrea & Klaus


Die Arbeitsmoral und der Müll by Andrea Kuenstle
Juni 30, 2010, 06:16
Filed under: Fahrrad(welt)reise, Nikon D90, Weltreise mit dem Fahrrad, Weltreise mit Fahrrad | Schlagwörter:

Sam arbeitet auf der Sinai

Nein, ich will keine Predigt halten und auch nicht meckern.
Ich möchte nur ein wenig verstehen und aufmerksam machen.
Die Arbeitsmoral
Wir haben 10 Tage mit allerlei Ägyptern auf der Farm gearbeitet.
Wir haben erwartet, dass es schwierig wird, dass die Pausen länger sind als die Arbeitszeiten, dass die geplanten Arbeitsstunden nicht eingehalten werden, dass getrödelt wird,…..
So haben wir es gelesen, so hat man es uns erzählt, so wird häufig von anderen Ägyptern über das Verhältnis Arbeit und Mensch geschimpft.
Aber es war ganz anders. Die Gruppe, die hier half war hoch motiviert. Hat richtig schwer gearbeitet, hat Anweisungen einfach ausgeführt, manchmal eigene Vorschläge gebracht und so sind wir rasend schnell mit den Aufräumarbeiten fertig geworden und alle waren Stolz auf das Ergebnis. Sie haben gestrahlt, sich gefreut, dass es so schön geworden ist.
Einzig, die Organisation ließ manchmal zu wünschen übrig. Die Organisation durch den Verantwortlichen, wer wann auf der Farm arbeiten soll.
Und überhaupt scheint es fast so, dass der „normale“ Arbeiter zuverlässiger und fleißiger ist. Da war ein Mann, der die Pumpe reparieren sollte. Sass herum, rauchte, trank Tee, während Daha in den Brunnen stieg und diese ausbaute.
Da war der Fliesenleger, der auch erstmal Tee trinkt und raucht, dann ein wenig maß nimmt und dann wieder davon zieht. Der am nächsten Tag wieder kommt. Wieder maß nimmt, Tee trinkt und raucht und wieder davon zieht.
Diese Hierarchien, die sich wie eine Treppe mit kleinen Stufen aufbaut scheint die Zuverlässigkeitsfrage zu klären.
Bist du auf der Stufe darunter, bist du der Stufe über dir zur Zuverlässig verpflichtet. Demjenigen gegenüber, der auf der Stufe unter dir ist, demjenigen gegenüber bist du zu keiner Zuverlässigkeit verpflichtet. Diese Phänomen ist sicherlich kein Problem, aber in unserem Fall hat unsere Zuverlässigkeit, nämlich das tägliche anwesend sein, das voran bringen der Aufgabe zu einer richtig tollen Arbeitsmoral und Zuverlässigkeit geführt. Der Job war schnell getan.
Und vor allem hat es Allen viel Spaß gemacht.

Der Müll
Alles fliegt raus, was nicht vielleicht nochmal verwendet werden kann.
Also eigentlich können die Ägypter alles noch mal verwenden, auch wenn wir Europäer denken, dass das Müll ist.
Allerdings werden Plastik, Glas und Dosen und Bauschutt, nicht zur Wiederverwertung aufbewahrt und fliegen raus…. vor die Tür in den Sand. Egal, ob dort Kinder sich verletzten können, der Sand wird es schon zu decken. Egal, ob Tiere den Müll fressen, egal, ob dann morgen vom Nachbarn das ganze Plastik wieder in den Garten geweht wurde. Man sammelt es wieder ein und schmeißt es wieder vor die Tür. Und egal, ob 500m weiter eine Sammelstelle und Mülltrennungsfirma ist. Zigarettenkippen werden einfach überall hin geworfen. Der für den Platz Verantwortliche lässt dann Kinder die Kippen einsammeln, damit wieder alles sauber ist und sie lernen wie man mit der Umwelt umgeht. Hat er nicht auch seine Kippe gerade in den Sand geworfen? Sollen auf der Farm Zigarettenbäume wachsen? Manch einer wird sagen, dass die Menschen hier andere Probleme haben…. aber wenn es ihnen keiner zeigt und erklärt, dann werden die Probleme noch größer werden. Nicht heute oder morgen, vielleicht auch noch nicht in der nächsten Generation, aber dann vielleicht.



Glockenläuten und noch ein Tag bis Syrien by Andrea Kuenstle

Glocken läuten in Antakya…. das war ein ungewohntes Geräusch, so wie hier nach über 3 Monaten vieles wieder ungewohnt ist… Frauen bewegen sich „normal“ zwischen Männern, es gibt keine Strassenhunde, die Menschen betreiben in der Öffentlichkeit Sport, es gibt wieder Pizza 🙂 und und und….. aber das muss alles erstmal geschrieben werden und die Fotos bearbeitet.
Also dazu mehr später. Wir sind in 3 Etappen von Adana nach Antakya gefahren… wir haben Gas gegeben…. einen Tag hier verbracht um wenigstens die ein oder andere Sehenswürdigkeit zu sehen. Gleich geht es weiter. Die letzte Etappe, bevor wir in Syrien sind. Endlich.

Hier eine kleine Farbenspielerei… wir haben nämlich unsere grauen Wintersachen nach Hause geschickt 🙂



160 kg Systemgewicht by Andrea Kuenstle

Wir sind anders unterwegs als die meisten anderen
Radreisenden: mehr Gewicht und mehr Volumen!

Wir haben den Tag gestern genutzt, ein wenig ueber unsere Pannen nachzudenken. Wir werden hier einen Rundumcheck machen und noch einige weitere Verschleissteile austauschen.  Wenn wir zurueck schauen auf unsere Pannen, dann liegt der Grund wahrscheinlich in dem hohen Gewicht. Jeder von uns hat ca. 160 kg zu bewegen. Wir schaffen Steigungen bis 12%, aber dann mit vielleicht gerade noch 3 km/h, dabei stehe ich dann in den Pedalen und das geht natuerlich auf das Material. Wir trafen andere Radreisende, die hatten staendig Probleme mit den Speichen oder mit der Schaltung, oder, oder. Die packen dann ihren Kram in den Bus und fahren in die naechst groessere Stadt. Hunde duerfen aber oft nicht in den Bus und als Frau alleine irgendwo im Zelt warten, vielleicht ueber mehrere Tage, dass moechte ich lieber vermeiden.  Die Achsbrueche an meinem Fahrrad sind jetzt hoffentlich mit der neuen Halterung fuer den DoggyRide vorbei. Und zu den Reifen: erst hatten wir wohl die falschen und jetzt? Hier liegen viele Scherben herum und ausweichen ist nicht immer so schnell moeglich. Mit weniger Gepaeck und Gewicht waeren wir beweglicher. Die Probleme mit dem Zelt sind auch klar: wir sind im Grunde 3 Personen (Klaus, ich und die Hunde) und wollten auch dem schlechten Wetter trotzen, deshalb ein grosses Zelt mit einer auch im Regen nutzbaren Apsis und Stehhoehe (9,2kg).
Und dann,wie koennten wir wie all die Fotos und Filme machen, schneiden und bearbeiten? Wir sind eben Technikfreaks und schleppen Laptop, 2 Kameras, eine Videokamera und alles was man so zum Laden braucht mit uns herum ausserdem 2 Handys und 2 GPS Geraete 🙂 
Und nicht zu vergessen meine 2 Schosshuendchen 🙂 Leinen, diverse Decken + Handtuch, Schermaschine, Kaemme, Futter (Notration), Medikamente, extra Wasserration (ca. 70 kg mit Hunden und Anhaenger)… da gehen halt zwei alte Damen (Sammy ist 13 und Momo 11) auf eine Fahrrad(welt)reise.
Das haben wir also gestern alles noch mal ueberdacht und werden neben dem Rundumcheck ueber einige Optimierungsmoeglichkeiten nach denken.



Es gibt Neuigkeiten! by Andrea Kuenstle
Februar 22, 2010, 16:58
Filed under: Fahrrad(welt)reise, Technik / Ausrüstung, Weltreise mit Fahrrad | Schlagwörter:

Wir sitzen schon wieder fest  🙂
Der erste Tag lief super bis…. Klaus einen Reifenplatzer hatte.
Aber diesmal war ein pfennig großes Loch im Reifenmantel.
Da nützt ein neuer Schlauch alleine nicht. Wir haben dann von
innen ein Stück von einem alten Mantel dagegen gelegt um wenigsten
weiter fahren zu können.
Die Strecke bis Mersin war herrlich. Eine tolle Stadt, eine wunderschöne
Promenade. Wir fanden dann auch bald einen Fahrradschrauber, der uns
von irgendwoher einen neuen Mantel besorgte. Aber wir fuhren erst mal
mit dem alten weiter um aus der Stadt zu kommen. Jetzt wurde es gruselig.
Wir mussten höllisch aufpassen nicht überfahren zu werden. Und ich weiß
jetzt auch warum Hupen in Deutschland verboten ist  😦 
Es nervt und nervt und nervt……. man versteht gar nicht warum die
immer alle wild durcheinander hupen.
Erst als es schon dunkel war fanden wir einen Platz zum Schlafen.
Also am nächsten Tag erstmal schnell weiter, aus diesem Industrieloch raus.
Dann machte der Reifen endgültig schlapp und der neue Mantel haelt dem Gewicht nicht stand, ist also nicht zu gebrauchen.
Die 2. Nacht konnten wir in einem Hinterhof von einem Teppichhändler
kurz hinter Adana unser Zelt  aufschlagen. Zumindest war das Grundstück
eingezäunt und safe.

Mehmet, Sergeant, Mikail, Erol

(Mikail, Erol, Sergeant,  Mehmet )

Mit ihm und seinen Freunden, einem Jamaikaner, einem Iraker,
und einem türkischen Freund mit der Familie und Nachbarn und
Kindern und….. assen wir lecker zu Abend. Der Abend war wunderbar.
Wir haben viel gelacht, erzaehlt und herrlich gegessen.

Mikael und Familie

Aber der Mantel tut es auch am nächsten Morgen nicht.
Da picken uns Todd und Sharon auf. Die haben eine riesige
Tierpension gebaut auf dem Land und da sitze ich gerade im
Garten auf einer Hollywoodschaukel und schreibe.
Gestern war Sonntag, also mussten wir bis heute warten
um uns um den neuen Mantel zu kümmern.
Dafür sind wir dann gestern zu einem Basketballspiel gegangen….. zu einem türkischen Basketballspiel mit einer türkischen Frauenmannschaft. 🙂
(Klick auf das Foto öffnet die Videogalerie)

Basketball Ceyhan

So langsam drehe ich hier durch:-) Nein, natürlich nicht,
aber es ist wirklich verrückt hier in der Türkei…. ach ja, unser Zelt ist auch schon wieder gerissen, an einer anderen Stelle…. das ist schon beim Schneider.
Und gerade kommt Klaus aus Adana zurück…

Adana

….das Zelt ist repariert und es gab genau einen Schwalbe Marathon Extreme Mantel 🙂

Wir bleiben morgen noch hier bei Todd und Sharon, wir
versuchen einen Film über die Beiden und ihre Tierpension zu machen. Damaskus muss also wohl noch ein wenig warten.
Bis dann.
Eure Andrea & Klaus



Hunde auf Welt Tournee: Köpekli dünya turu by Andrea Kuenstle

Der erste Tag in der Türkei, in Kas…… man interessiert sich mehr für die Hunde als für uns 🙂
Köpekli dünya turu



Fotogalerie: Teppichseidenweberei / İpek Halı Dokuma by Andrea Kuenstle
Januar 20, 2010, 06:00
Filed under: Fahrrad(welt)reise, Nikon D90, Weltreise, Weltreise mit dem Fahrrad, Weltreise mit Fahrrad | Schlagwörter:

Zur Teppichseidenweberei gibt es auch ein paar Fotos:

İpek Halı Dokuma

http://www.backtrekk.de/fotoGalerie/fotoGalerie.php?path=TeppichWeberei



Fotogalerie: Tunnelblick by Andrea Kuenstle

Tunnelblicke

…..manchmal tut er einfach nur gut!
Deshalb hier dazu ein paar Fotos.



Übrigens: Telefonieren in der Türkei by Andrea Kuenstle
Januar 10, 2010, 17:09
Filed under: Fahrrad(welt)reise, Weltreise, Weltreise mit dem Fahrrad, Weltreise mit Fahrrad | Schlagwörter:

also, da haben wir uns ganz schlau ne prepaid SIM Karte hier in der Türkei gekauft.
Nach gut einer Woche funktionierte die nicht mehr. Da sind wir in einen Vodafone Laden gegangen…. die junge Dame hat uns versprochen, dass die Karte am Abend wieder frei geschaltet ist.
Nichts passierte. Durch Zufall haben wir erfahren, dass deutsche Handy’s hier in der Türkei gesperrt werden. Schade nur, dass uns das keiner gesagt hat. Und unser Handy registrieren lassen, wenn überhaupt möglich, dann kostet das natürlich. Und auch ein türkisches Handy wollen wir nicht kaufen. TurkCell hat gesagt, dass wenn wir bei ihnen so eine Prepaid Karte kaufen, dann können sie das Handy mit frei schalten. Volcan hat uns aber davon direkt abgeraten: das hält dann vielleicht 3 Wochen. Ergo, die Prepaid Karte ist nutzlos. Ganz schön gemein. Und Vodafone? Ich soll mich an Vodafone Türkei wenden! Schlauberger, auf deren Seiten ist alles auf Türkisch 🙂



Weihnachtsgebäck by Klaus Breuer

Andreas Eltern hatten uns eine grosse Kiste mit Weihnachtskeksen nach Antalya mitgebracht. Die waren einfach köstlich!!! Vielen Dank!!!

Leider ist der Spass  nun vorbei: hier das Abschiedsfoto 😦

Der letzte Keks

Auch der Moslem-Stollen war köstlich und hat uns über manchen Berg geholfen 🙂

Moslem-Stollen



Das alltägliche Leben in der Türkei by Andrea Kuenstle
Januar 5, 2010, 09:00
Filed under: Fahrrad(welt)reise, Weltreise, Weltreise mit dem Fahrrad, Weltreise mit Fahrrad | Schlagwörter:

Da gibt es zum Beispiel den Straßenverkehr, die Stromversorgung, die Bauweisen, das Essen, EFES Bier , den Tee und die Abfallentsorgung.

Fangen wir doch mal mit dem Straßenverkehr an: wir haben mit unseren Rädern keine drängelnden Autofahrer erlebt, aber es schien uns zuerst nicht so geordnet chaotisch wie z.B. in Italien, aber wir haben es kapiert. Hier wird viel auf Sichtkontakt gefahren, rote Ampeln nur bedingt ernst genommen, die Helmpflicht komplett ignoriert, auf den Rollern sitzen oft bis zu 4 Personen, Kinder zwischen Mama und Papa eingeklemmt, 12 jährige schon mit Rollern auf der 4-spurigen Schnellstrasse.
Wir lernen von Yusuf uns in Antalya durch zu schlängeln: Sichtkontakt, Hand hoch und fahren 🙂
Das rote-Ampel-ignorieren-Prinzip lerne ich von Volcan bei der Fahrt zum Tierarzt: wenn Du alles einsehen kannst, warum stehen bleiben? Und so machen das hier alle. Also wenn einer an der roten Ampel stehen bleibt, obwohl das nicht nötig ist, wohl ein Tourist, dann wird der auch gerne rechts überholt.
Und überhaupt, wenn Deine Fahrtrichtung 2-spurig ist, zum Beispiel oft an Steigungen in den Bergen, vertrau nicht darauf, dass die Entgegenkommenden die Spur trotz durch gezogener Linie nicht auch nutzen.
Einbahnstrassen- und Sackgassen-Schilder sind noch nicht erfunden, so dass wir lernen, uns einfach in den Hauptverkehr einzureihen. Das klappt immer.
Manchmal wird auch auf den Straßenbahnschienen gefahren, wenn nämlich die Strasse eine Einbahnstrasse ist und der richtige Weg einen großen Umweg bedeuten würde.

EFES Bier: nur interessant, weil es das einzige Bier in der Türkei ist und da in der Türkei der Genuss von Alkohol nicht soooo angesehen ist, trifft man sich öfters außerhalb und genau dort liegen dann reichlich von den EFES Bierflaschen herum und noch mehr EFES Kronkorken.
Der Türke ein Teeliebhaber , für mich ein Paradies, zumindest was den Tee angeht. Es gibt ihn immer und überall: an der Strasse, vom Nachbarn, nach dem oder vor dem Essen, vor dem Supermarkt, in der Autowerkstatt (dort holen wir uns meistens die Luft für unsere Reifen und neuerdings auch für die Tröte an Klaus Fahrrad)…… oft umsonst und wenn nicht, dann kostet so ein Tee 25 Cent. Einzig mit dem Zucker wird geknausert, der ist sehr teuer hier. Kaffee bekommt man natürlich auch, aber das ist eher neumodischer Luxus, da er einfach zu teuer ist.

Stromversorgung: natürlich ist die gut, aber umso erstaunlicher, dass selbst in großen Hotels bei einem Gewitter diese immer wieder unterbrochen wird und damit bin ich auch schon bei der Bauweise von Gebäuden:
hier wird nichts für die Ewigkeit gebaut. In besagtem Hotel regnete es ordentlich rein, die Türen mussten mit Stoffen abgedichtet werden, weil beim Bau der Terrasse nicht darauf geachtet wurde, dass das Wasser in die richtige Richtung abfließt. In anderen Gebäuden waren die Dichtungen an den Fenstern wohl nur zur Zierde angebracht, Fensterscheiben wurden mit angepinselt, wenn die Wände gestrichen wurden, Räume werden zum Reinigen lediglich mit einem Wasserschlauch ringsherum abgespritzt, Kabel hängen überall herum, kleine Abgrenzungen aus Ziegelsteinen um Beete werden nicht verputzt und sind krumm und schief aufeinander gelegt…..
Alles nicht schlimm, aber bei unserer deutschen Gründlichkeit fragen wir uns schon, woran das liegt? Keine Lust, keine Ausbildung, sehen die Menschen dass nicht? Ich glaube fast, dass viele Häuser sowieso nur im Winter zum Schutz vor der Kälte dienen. Der Sommer wird draußen verbracht, also warum mehr Aufwand investieren?

Lustig finden wir das scheinbar standardisierte Essen: ein Frühstück besteht fast überall aus: Ei, schwarzen Oliven, einer Tomate, einer halben Gurke, einem Stück Schafskäse, Butter, Marmelade und das oft auch noch genau gleich angerichtet. Ob es dazu ein Gesetz gibt? Auch manche andere Speisen sind sich soooo ähnlich: Brot, darauf Hackfleisch, 4 gegrillte Peperoni, 2 gegrillte Zwiebeln…aber es schmeckt. Wir lieben das frische Gemüse.

Die Abfallentsorgung ist auch irgendwie anders: die Müllbeutel werden abends auf die Strasse vor die Türen gelegt, dann bedienen sich erstmal die Katzen und die Hunde und am Morgen ist alles wie durch Zauberhand weg. Eine Mülltrennung gibt es nicht, aber wir haben ein paar mal Fahrräder oder Handkarren mit abenteuerlichen Aufbauten gesehen, mit denen Altpapier oder Plastikmüll eingesammelt wird. Und wir haben leider auch Müllhalden gesehen, sicher die ein oder andere nicht offiziell, ringsherum wohnen Menschen in ihren Hütten. Eine Müllhalde gab es mitten in den Bergen, wahrscheinlich nicht abgedichtet und ich könnte mir denken, dass hier Einiges durch die Flüsse ins Tal und ins Meer gelangt.
Aber wisst ihr was: wir lernen nur langsam die Türkei kennen und bislang auch nur einen klitzekleinen Teil an der Südküste. Es gibt noch sooo viel zu entdecken.