Andrea & Klaus


Antwort aus Jordanien zu den Steinewerfenden Jugendlichen by Andrea Kuenstle
Juni 20, 2010, 12:53
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter: ,

Das Touristenbüro Jordanien, Amman hat uns auf unseren Bericht hin geantwortet. Die Kommunikation mit den dortigen für den Tourismus Verantwortlichen auf zu nehmen ist sicherlich der bessere Weg , als mit Steinen zurück zu werfen.

„Dear Andrea and Klaus,

Greetings from Amman, Jordan.
We would like to extend our sincere apologies for the unfortunate incident that occurred in our country during your last visit. Please be assured that this treatment is not acceptable in any way to our tourists that arrive to this country in peace. Regrettably we are aware of this problem and are working with local governmental entities to insure that such incidents do not happen in the near future.
Again, please accept our heartfelt apologies.
 Sincerely,
Sara Noor

Advertisements


Steinewerfende Kinder und Jugendliche in Jordanien by Andrea Kuenstle
Mai 28, 2010, 06:55
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

„Wenn ich mir was wünschen dürfte“, war der Titel einer Mail, die wir bereits am 2. Tag in Jordanien an das jordanische Touristenbüro in Deutschland geschickt haben.
Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wäre das eine Kampagne in Schulen gegen das Steinewerfen von Kindern und Jugendlichen gegen Touristen.
Wir sind nun seit 10 Monaten mit unseren Fahrrädern unterwegs, 8600 km weit, davon 5700 geradelt und durch 10 Länder gekommen, die letzten waren die Türkei, Syrien und nun Jordanien.
Bereits am 2. Tag, 10 km vor Amman, der erste Steinhagel.
Noch in der Hoffnung, dass das eine Ausnahme bleiben würde fuhren wir weiter. Und dann, in Al-Janubi (zwischen Al-Karak und At-Tafila), ein Spiessrutenlaufen. Von allen Seiten, aus allen Richtungen, Steine und das teilweise mit voller Wucht und NICHT etwa mit der Absicht uns NICHT zu treffen.
Geworfen wird übrigens immer erst, wenn wir den Steinewerfern den Rücken zu wenden. Unser Grüßen, auch auf arabisch, hat keinen positiven Effekt. Im Rückspiegel sehe ich kurz hinter Klaus einen Jungen ausholen und werfe meine Steine zurück, die sonst eigentlich gegen die wilden Hunde zum Einsatz kommen sollten, die wir aber bislang mit Rufen und unserer Hupe auf Abstand halten konnten. Und nebenbei, von denen gibt es im Verhältnis zu den Steinewerfern sehr wenige.
Natürlich fallen wir auf mit unseren bunten Sachen, natürlich sind es Jungs, Jugendliche,….. aber nichts entschuldigt das Steinewerfen gegen Menschen. Die Verletzungen können zu groß sein.
Der nächste Stein, der flog, traf mit voller Wucht, zum Glück nur Klaus Lenkertasche, verfehlte ihn um 30 cm, geworfen von einem mind. 17 Jährigen. Hätte dieser Stein uns oder einen unserer Hunde in meinem Anhänger getroffen, ein Arztbesuch wäre fällig gewesen.
Und so fuhren wir weiter, auch in den nächsten Tagen sahen wir Jungs Steine aufheben, als sie uns kommen sahen. Auch in Orten, wo es Universitäten gibt, also der Bildungsstand sicher nicht so niedrig ist. In diesem Land sind 60% der Bevölkerung unter 15 Jahre. Bei dieser großen Anzahl potentieller Steinewerfer muss man von einer Reise per Fahrrad durch dieses Land abraten. Wenn nicht….. etwas getan wird, das Problem ernst genommen wird. Wir trafen andere Radfahrer und alle hatten sich bereits mit Steinen zur Gegenwehr „bewaffnet“. Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass man so Jordanien durchreisen muss. Auch wir sind mittlerweile so voller Angst, dass wir unendlich wütend werden und das ist nicht das, was wir auf dieser Reise erwarteten. Zumindest nicht in einem Land, dass sich modern nennt, das Touristen willkommen heißt, dass in Hochglanzprospekten mit der Schönheit und der Freundlichkeit der Menschen wirbt, dass die Gastfreundschaft als höchstes Gut preist und dass so religiös ist.
Die Erwachsenen machen das Steinewerfen sogar vor. Wir beobachteten, wie ein erwachsener Mann, so um die 40 Jahre, einen Stein aufhob um Kinder zu verscheuchen, die uns aus Neugier nahe kamen, während wir eine Pause machten. Wir hatten ihn nicht darum gebeten! Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wäre es diese Kampagne: „Steinewerfen verletzt, körperlich und seelisch“.
Aber es gäbe noch so einige Kampagnen, wie
„Nehmt Rücksicht auf die Natur: Müllentsorgung“, unfassbar, wie manche Orte, in denen es keinen Tourismus gibt,  vermüllen,
„Schutz der Jugendlichen: No Smoking“, denn bereits 12 jährigen Kindern wird gesagt, dass man nur ein Mann ist, wenn man raucht,
eine Kampagne „Umweltbewusstsein“, denn die 4 kleinen Schilder, die wir am Straßenrand (Ausfahrt Al-Karak), viel zu hoch aufgehängt sahen werden nichts bewirken.
Und eine letzte Bitte: belästigt uns Touristen nicht immer mit Rufen wie „Money, Money, Money“, wenn doch sonst keine Konversation möglich ist. Das sollte Jordanien sich wert sein. Bis sich hier sichtlich etwas tut und die Probleme nicht offensichtlich ignoriert oder herunter gespielt werden, werden wir, trotz der landschaftlichen Schönheit, nicht wieder nach Jordanien kommen.



Stone-throwing children and youth in Jordan by Andrea Kuenstle
Mai 27, 2010, 21:41
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

If I had a wish, was the name of a mail, which we already on our second day in Jordan sent to the Jordanian Tourist Office in Germany.
If I would have a wish, it would be a campaign in schools against the stone-throwing by children and young people against tourists.
We are now since 10 months with our bikes on the road, 8600 kilometers, of which 5700 and had cycled through 10 countries, last through Turkey, Syria and now Jordan.
On the second Day already, 10 km from Amman, the first hail of stones.
In the hope that it would remain an exception, we were riding on. And then, in Al-Janubi (between Al-Karak and At-Tafila), a „gauntlet running“. From all sides, from all directions, stones and some with full force and NOT about the intention NOT to hurt us.
Cast, incidentally, is always first when we turn the stone-throwers back. Our regards, also in Arabic, had no positive effect. In the rearview mirror I see a boy starting to throw a stone ral hard at Klausa and the I threw back my stones, which otherwise should really come against the wild dogs to use, but so far we have maintained against the dogs with our shouting and horn at a distance. And incidentally, of which there are in relation to the stone-throwers very few.
We are different with our colorful things, of course, and they are are boys, young ,….. but nothing excuses the stone-throwing against humans. The injuries may be too large.
The next stone that flew, met with full force, fortunately only Klaus handlebar bag, missed him by 30 cm, thrown from a minimum of 17 year olds. If this stone hit us or any of our dogs in my trailer, a doctor’s visit would have been payable.
And so we drove on, even in the next few days we have seen guys pick up stones when they saw us coming. Even in places where there are universities, so the level of education is surely not so low. In this country, 60% of the population is under 15 years. With this huge number of potential stone-throwers we want to advise against a trip by bicycle through country. If not ….. something is done, the problem is taken seriously. We met other cyclists and they had been „armed“ with stones to defend themselves. This can not be true that we travel like this through Jordan. Also, we are now so full of fear that we will endlessly angry and that’s not what we expected on this trip. At least not in a country that is called modern, which welcomes tourists that advertises in glossy brochures with the beauty and the friendliness of the people that the hospitality praises as the highest good and that is so religious.
The adults do it before even throwing stones. We saw how a grown man, maybe 40 years old, picked up a stone against children who were close to us out of curiosity, while we took a break. We had not asked him about it! When I wish I was expected, it would be this campaign: „stone throwing injured, physically and mentally.“
But there were still quite a few campaigns, such as
„Take care of nature: waste disposal,“ unbelievable, in how many places without tourism, there is so much littering,
„Protection of young people: No Smoking,“ 12 year old children are told that one is only a man, if you smoke,
a campaign to „environmental consciousness“, for the four small signs that we saw on the road (exit Al-Karak), hung far too high to be effective.
And one last request: harassed us tourists do not always cries of „Money, Money, Money“, if no other conversation is possible. That should be worth it to Jordan. Up here when there ist obviously nothing done and the problems ignored or played down obviously, we will, despite its scenic beauty, not come back to Jordan.



Fotogalerie: Petra und Impressionen Jordanien by Andrea Kuenstle
Mai 22, 2010, 17:45
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

(Klick auf das Foto öffnet die Fotogalerie)

Unser jordanischer Freund

(Klick auf das Foto öffnet die Fotogalerie)



Video: Petra, die Felsenstadt in Jordanien by Klaus Breuer
Mai 15, 2010, 06:00
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

Video Petra

(Klick auf das Foto öffnet die Videogalerie)

Hier noch unser kleines Video zu unserem Besuch in der atemberaubenden Felsenstadt Petra in Jordanien.



Petra by Andrea Kuenstle
Mai 12, 2010, 18:25
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

Schatzhaus

teuer, teuer, teuer, teuer…………
Aber… es lohnt sich. Allerdings sind wir auch tatsächlich schon gegen 6 Uhr Morgens am Eingang zu Petra.
Der 1. Tag:
Es hat Nachts ordentlich gestürmt und auch am Morgen scheint sich das Wetter nicht zu beruhigen.
Noch ist es leer, nur einige andere Touristen sind so früh in dem Gebiet um Petra.
Die bunten Sandsteinfelsen beeindrucken nicht nur durch ihre Farben, sondern viel mehr durch die unterschiedliche Verwitterung.

Leider ist der Himmel bedeckt und die Farben erscheinen nicht so strahlend wie erhofft und leider verschont uns das Wetter auch nicht vor der im laufe des Tages ansteigenden Hitze.
Wie sicherlich jeder Andere sind wir beeindruckt von den Künsten der Erbauer dieser Städte. Aus der Felswand gemeißelte Gebäude und Figuren. Der Wind wird ordentlich stark, die 800 Stufen rauf zum Kloster sparen wir uns für den nächsten Tag auf. Schon auf dem Rückweg erleben wir einen richtigen Sandsturm. Der Himmel scheint jeden Moment statt Schnee Sand auszuspucken und das tut er auch. Es regnet Sand. Nach 10 h in Petra erreichen wir wieder unser Hostel und sind glücklich über die Dusche, denn der Sand und Staub hat seinen Weg gefunden. Selbst Sammy und Momo müssen nun noch eine Dusche über sich ergehen lassen. Die erste auf dieser Reise.
Der Abend ist kurz, denn wir wollen am nächsten Morgen wieder um 6 Uhr am Eingang von Petra sein. Und wir haben Glück.


Der 2. Tag:
Die Sonne scheint, die Luft ist angenehm kühl, Momo und Sammy sind mit Muskelkater im Hostel geblieben und wir haben Zeit für ein paar Fotos und einige Aufnahmen für einen späteren Petrafilm. Die Videoaufnahmen sind dieses mal allerdings sehr schwierig, denn das Display der Videokamera ist kaputt und so sind wir uns nie sicher, was wohl auf dem Film sein wird und so gibt es am Abend ordentlich was zu lachen. Klaus zoomt auf ein Kamel und schwenkt sogar noch mit. Aber wo ist das Kamel? 🙂 Das wird ein lustiger Film, der wahrscheinlich gerade wegen dieser Patzer Spaß machen wird.
Das Kloster, welches wir nach 800 Stufen erreichen ist für uns das beeindruckendste Bild.
Ein wenig kann man sich vorstellen, wie hier das Leben spielte, Jahrtausende vorher.


Der 3. Tag: wir bleiben hier noch einen Tag um unsere Fotos, Filme und Berichte zu bearbeiten.
Morgen geht es weiter Richtung Wadi Rum.
P.S.: Fotogalerie und Video folgen



Petra, Jordanien by Andrea Kuenstle
Mai 10, 2010, 18:40
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

10h zu Fuß unterwegs! Das war ungewohnt! Und neben einem Sandsturm, der für eine gehörige Portion Dramatik sorgte haben wir Felsen erklommen, sind durch Schluchten gewandert, haben unseren blauen Freund wieder getroffen, sind durstig durch den heißen Sand gestapft und haben schließlich wunderbare Dinge gesehen…. in Felsen gemeißelt, aus buntem Sandstein. Hier ein erstes „Fenster“ nach Petra. Morgen gehen wir nochmal hin, den Rest erkunden.

Petra Aus- und Einsichten