Andrea & Klaus


Danke Danke Danke…. by Andrea Kuenstle
Mai 9, 2010, 20:20
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….. für all die süßen Wünsche zu meinem Geburtstag *Freu*!
Habe ich zwar erst heute, 9 Tage später erhalten, aber riesig gefreut! Hihihi

Wir haben mit Bluna auf darauf angestoßen, auf 2m über Meeresspiegel,
nach knapp 400m bergauf vom toten Meer.

Geburtstagsumtrunk



Vom toten Meer in die Berge by Andrea Kuenstle
April 30, 2010, 10:01
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was für ein schreckliches Gefühl nur noch wenige Schluck Wasser zu haben!
Wir packen, schieben durch den Sand rauf zurück zur Straße und also geht es. Weiter am toten Meer entlang.
Nach 15 km erreichen wir den Eingang zur Schlucht und wir finden auch einen Verantwortlichen aus dem Reservat.
Wir fragen nach der angepriesenen Schluchtenwanderung, die heute wegen angekündigtem Regen nicht statt findet und wir fragen nach dem beschrieben Campingplatz und werden auf die andere Seite geschickt. Der Mann hatte nicht wirklich Lust uns Fragen zu beantworten, geschweige denn sich anzuhören, dass wir Hilfe brauchen.
Also gut, auf der anderen Seite soll es einen Campingplatz und was zum Essen und Wasser geben.
Campingplatz? Hier kann man für 60 EUR / Nacht unterkommen. Na Danke. Wasser bekommen wir…. für 1,50 je Flasche.
Tourismus lässt grüßen.
Also fahren wir weiter. Nach 20 km müsste ein Ort kommen und unser Abzweig in die Berge.
Bis hier her war die Fahrt auch weiterhin nicht schön. Die Berge eher langweilig.
Wir erreichen den Ort, oder so… Money ist wieder mal der weit verbreitetste Name, aber zumindest kommen wir ohne Steine werfende Kinder durch. Wir essen ein Falafel.Die Kinder hier rücken uns ordentlich auf die Pelle und weil das von den Ladenbesitzern nicht gerne gesehen wird werden auch die Kinder selber mit Steinen von den Erwachsenen bedroht, dass sie Abstand halten sollen. Die Kids sind alle ganz lustig, allerdings gehen sie auch Momo auf die Nerven. Was ich verstehen kann.
Also wir essen gemütlich unser Falaffel, besorgen Joghurt, noch mehr Wasser und weiter geht es.
Die Menschen werden dunkelhäutiger und ärmer. Die Kinder reiten auf Eseln durch die karge Landschaft zum Wasser holen.
Aber jetzt, abgebogen Richtung Berge, wird es herrlich. Bald sind wir wieder auf 0m, finden einen herrlichen Platz und genießen die Aussicht über die Berge und das tote Meer. Die Berge hier sehen aus wie die Bilder, die man an Weihnachten überall auf den Weihnachtsmärkten bekommt. Die Bilder, in den sich aus Sand immer wieder neue Landschaften formen. Roter, gelber und schwarzer Sandstein. Eine bizarre Landschaft. Morgen da haben wir weitere 900m vor uns.



Andrea hat heute Geburtstag!!! by Klaus Breuer
April 30, 2010, 05:00
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Torte

herzlichen Glückwunsch!!!!!!

von Klaus, Momo und Sammy



Und wie fühle ich mich am 5. Tag in Jordanien by Andrea Kuenstle
April 29, 2010, 19:58
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Jordanien kommt nicht so gut weg bislang.
Morgen habe ich Geburtstag und noch keine Ahnung wo wir den verbringen.
Naja, klar, erstmal auf dem Fahrrad, aber dann?
Ich sitze hier am toten Meer. Wir machen einen Tag Pause. Steine werfende Kinder, sengende Hitze,
Staub und der Diebstahl meiner Kamera, die furchtbar laute, miefige und heiße Unterkunft in Amman,….
Wir sind nicht so sehr glücklich im Moment.
Am wohlsten fühlten wir uns bislang, wenn wir draußen, in unserem Zelt schlafen konnten, einen ruhigen sicheren Platz hatten, genug zu trinken und genug… Schokolade.
Na gut, letzteres ist nicht so wichtig. Jetzt hier am toten Meer haben wir so einen Platz, aber kein Wasser mehr.
Also müssen wir sparsam sein und morgen einige Kilometer mit wenig auskommen.
Es ist richtig heiß, staubig, die Fliegen nerven. Es gibt keinen Schatten und der selbst gebaute ist knapp und ungemütlich.
Das Meer vor der Nase und du kannst nicht zur Erfrischung rein gehen. Danach bräuchtest du Wasser zum Abspülen und das haben wir nicht. Es ist so tot das tote Meer. Keine Angler, keine Boot, keine Fische, kein Leben.
Also warten wir auf den Abend, darauf dass der Wind hoffentlich bald noch mal kommt, es kühler wird und wir schlafen gehen können.
Morgen soll es sehr früh weiter gehen und wenn wir Glück haben, dann werden wir die nächste Nacht in einem Reservat verbringen, nach dem wir eine Schluchtenwanderung gemacht haben, vielleicht sogar mit einer kleinen Schwimmeinlage.



Das “Tote Meer” by Andrea Kuenstle
April 29, 2010, 18:57
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In Amman sind wir früh gestartet und nach allerlei falschen Auskünften über den Weg durch die Stadt, nicht lesen könnenden Menschen oder Taxifahrern, die noch nie etwas vom „dead sea“ gehört hatten sind wir dann auf der von 1000m auf knapp -400m langen Abfahrt. Landschaftlich ist die ganze Strecke nicht so sehr reizvoll, bis auf einige wenige Ausnahmen wie der Blick über das tote Meer nach Israel oder der Blick zurück in die Berge, vorbei an einigen Schluchten, und der Blick auf den auf einer Müllhalde errichtete Picknickplatz.
Wir finden einen kleinen Platz, nicht einsehbar von der Straße und bleiben einen Tag hier. Am morgen waren wir schwimmen, oder besser treiben, lustig aber nicht wirklich spektakulär. Ich hatte gehofft, dass wir nach einer Nacht die Landschaft ansprechender fänden, aber irgendwie klappt es nicht. Das Gestein ist ähnelt eher einer Schutthalde. Helle, dunkle, große, kleine, eckige, poröse, glatte, rote, gelbe Steine, dazwischen Sand, Lehm, …… Keine Boote, keine Angler, kein Leben an diesem Meer. Es heißt ja auch „Totes Meer“.
Einen Platz für das Zelt zu finden ist hier nicht ganz einfach, die Küste zu steil und steinig, zu wenige Bäume und auch die Versorgung mit Wasser ist eher problematisch. Für 4 x 1,5l wollte man 6 EUR haben. Für 3 EUR, immer noch überteuert, haben wir es dann genommen.
Ich freue mich schon wieder auf die Berge. Also natürlich nicht über das hoch schleichen, sondern viel mehr über die frische Luft, die Bäume, das angenehmere Klima. Hier unten ist es ein wenig wie in einem Treibhaus. Vielleicht schaffen wir es in den Reservaten unter zukommen und die Landschaft dann von dort aus zu genießen. Das „Tote Meer“= man kann mal vorbei fahren. Mit dem Fahrrad würde ich es nicht noch mal machen.



Start in Jordanien by Andrea Kuenstle
April 27, 2010, 18:00
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unser erster Tag in Jordanien war natürlich, wie sollte es anders sein, aufregend.
Die Formalitäten anstrengend, aber dann sind wir in Jordanien und wissen mal wieder nicht, wo wir die erste Nacht verbringen sollen. Wildcampen am Straßenrand unter Bäumen scheint aus zufallen. Auch nach einigen Kilometern: keine Bäume so weit das Auge reicht. Dafür brennende Sonne und Sand, Sand, Sand.
Amman werden wir am ersten Tag nicht erreichen. Über die Wüste verteilt einige Windhosen, unsere ersten Kamele am Straßenrand, Nomadenzelte…. und wir haben nicht genügend Wasser. Die Sonne brennt und tut schon fast weh auf der Haut, wie sich herausstellt der erste richtig heiße Tag in diesem Jahr. Ein Polizist stoppt uns und gibt uns Wasser. Der nächste Ort ist nicht mehr weit. Wasser, Wasser, Wasser 🙂 Und dann, ich warte auf Klaus, der uns was zu Essen besorgt, da höre ich doch jemanden sagen… „ach du Scheiße“. Er lädt uns zu einem Bier!!!! ein, wir lehnen nicht ab und schlafen in seinem Hinterhof unter freiem Himmel auf unseren Isomatten, zwischen Weinreben und Zitronenbäumen, bei „moving Stones“, Schildkröten, die Momo ganz faszinierend findet. Eine Christenfamilie, die uns herzlich Willkommen heißt, uns mit Spinat und Reis versorgt, wir eine kalte Dusche bekommen und Andrew treffen, ein Amerikaner, 24 Jahre alt, der hier 2 Jahre an einer Schule unterrichtet, ein Programm zwischen Jordanien und den USA für den Frieden. Wir waren sehr beeindruckt von Andrew, die Menschen werden auf beiden Seiten lernen, kann zu Hause von den Menschen hier berichten und die Menschen hier lernen etwas über andere Kulturen.
Am nächsten Morgen brechen wir früh auf, wollen nach Amman kommen. Die Fahrt ist erst herrlich, wird aber wieder sehr sehr heiß und das dann über 20 km durch den stickigen Verkehr der Stadt. Wir machen an einer kleinen Bude neben Autowerkstätten halt, trinken einen Tee, essen Falaffel, die jungen Männer schenken uns Fotos von ihnen und schreiben darauf ihre Namen und „ich liebe Deutschland“ 🙂 und dann auf zum Endspurt. Das Zentrum ist erreicht, die Polizei hat keine Ahnung wo wir eine Touristeninfo finden, die sich übrigens ca. 200m entfernt von ihnen befindet wie wir am nächsten Tag fest stellen, und dann finden wir ein Hostel, eine Art Jugendherberge. Wir müssen die Fahrräder in eine enge Gasse schieben und dann alles in den 3. Stock bringen. Aber dann ist es geschafft. Die Fahrräder sind im Zimmer, die Hunde schlafen schon auf dem kühlen Boden…. meine Kamera ist weg. Katzenjammer. Und das jetzt schon den 2. Tag. Ich bin sauer und vor allem traurig. Ich habe Spaß am Fotografieren. Jahrelang war keine Zeit, keine Gedanken dafür da und jetzt….. Ich habe noch die große Kamera, aber die ist nicht für einfach so…. egal, es wird auch ohne gehen. Schade.
Damit hatte ich natürlich auch nicht so den Blick für die Stadt. Aber ich glaube auch, dass es eher die kleineren Orte, die nicht so touristischen Plätze sein werden, die uns Jordanien entdecken lassen. Morgen geht es weiter Richtung tote Meer. Dann hoffentlich ohne Steine werfende Kinder, denn die hatten wir auch am ersten Tag bereits erlebt. Fotos gibt es leider keine, denn die sind samt Kamera futsch.



Amman by Andrea Kuenstle
April 26, 2010, 18:49
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Kameraklau

Eigentlich wollte ich hier ein Foto von meinem ersten selbst fotografierten Kamel rein stellen oder von dem ersten Sandsturm, oder……
Wenn auch anstrengend, aber die ersten 2 Tage waren spannend und wir haben wieder tolle Gastfreundschaft erlebt und sind vor ein paar Stunden in Amman angekommen, leider jetzt ohne meine kleine Kamera. Die hat nämlich den Besitzer gewechselt, samt den Fotos der letzten 4 Tage. So ein Mist. Aber an einem Bericht bin ich dran und melde mich.



25.04.2010, Syrien ist durch, wir haben Jordanien erreicht by Andrea Kuenstle
April 26, 2010, 18:11
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Die Visaverlängerung, offiziell ist ein Visum in Syrien nur 15 Tage gültig, aber niemand, noch nicht einmal die Polizei, weiß genaueres, war eine kleiner behördlicher Schildbürgerstreich. Aber es hat geklappt. Und so haben wir Damaskus verlassen.
Syrien: wir haben uns an den Müll und die selbstangelegten Müllverbrennungsanlagen gewöhnt, die den Müll am Strassenrand beseitigen. Plastik und Blechdosen bleiben natürlich irgendwie doch noch erhalten.
Wir haben die zahlreichen Fruchtsaftläden genossen, die in Syrien Tradition haben, haben uns daran gewöhnt, dass die meisten Menschen keine Strassenkarten lesen können und Richtungs- und Entfernungsangaben nur ungefähr sind, aber haben auch die guten Strassen zu schätzen gewusst und die zahlreichen Esspresso und Teebuden am Strassenrand in den wir uns immer mit Schoki und Wasser versorgen konnten.

Verpflegung am Strassenrand

Wir haben den Wind ein wenig verflucht, denn es ging nicht nur viel bergauf, sondern das auch noch mit starkem Gegenwind, meistens ab der Mittagszeit. und ich habe den Aasgeruch gehasst, die zahlreichen toten Tiere am Strassenrand. Aber: wir haben uns auch klasse gefühlt! stehen an einer Kreuzung und da steht: links Irak, rechts Libanon, geradeaus Jordanien und erreichten dann Damaskus. Nach 9 Monaten und über 5000 km.

Gastfreundschaft

Hundefreundschaften

Die Gastfreundschaft und die Freude über Ausländer in diesem Land war überwältigend.

Syrisches Essen

Das Essen einfach wunderbar.

Syrien Landschaft

Die Landschaft faszinierend.

Aufregende Städte

Die Städte aufregend. Nicht gut fühlte sich die Präsenz des Militärs an, die häufige „Knallerei“, die Übermacht der Diktatur, das Dummhalten des „einfachen“ Volkes, die Internetzensur (kein youtube, keine facebook, kein couchsurfing, ….), die Kinderarbeit und auch ging uns das Gesicht von Präsident Assad auf die Nerven, die Selbstdarstellung an Häusern, auf Plakaten,an Autos….. und wir haben sogar ein Feuerzeug geschenkt bekommen mit dem man ein Bild von Baschar al-Assad an die Wand projezieren kann. Und Nun …. Wir sind in Jordanien……