Andrea & Klaus


Dana Reservat by Andrea Kuenstle
Mai 10, 2010, 18:30
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Unser Zelt steht außerhalb des Reservates, auf 1400m, unter Pinienbäumen, mit Blick in das Valley.
In das Dana Reservat können wir nicht mit Momo und Sammy, aber Bassam bietet uns den Platz vor dem Reservat an und wir können die Toiletten und Duschen im Reservat nutzen und vor allem gibt es fließend Wasser.
Es ist sooooooo herrlich hier. Wir beobachten die Vögel über dem Valley, hören dem Wind in den Bäumen zu und nutzen den Tag für allerlei Reparatur Arbeiten am Zelt, an der Kleidung und am Fahrrad. Am nächsten Tag soll es weiter gehen, also wieder früh schlafen um möglichst noch vor der Hitze einige Kilometer zu schaffen.
Am nächsten Morgen… wir verabschieden uns am Tower von Bassam, der für den Touristenempfang und das Reservat eigene Camp verantwortlich ist. Er möchte uns unbedingt einen Besuch im Reservat ermöglichen und findet eine Lösung für Sammy und Momo. Es gibt einen kühlen Raum, in dem die Beiden auf uns warten können.
Und so machen wir uns aufgeregt und überglücklich auf den Weg das Reservat ein wenig zu erkunden, bleiben den ganzen Tag und sind erst um 16 Uhr zurück. Es ist wirklich wunderbar wie hier die Tiere leben dürfen, was hier für die Tiere und die Natur getan wird. Wir genießen bei einem Picknick die Ausblicke, schauen den Vögeln bei ihren Luftspielen zu, erkunden einige Höhlen und freuen uns an all den Pflanzen, die so ungestört und ohne Einfluss der Menschen wachsen dürfen. Das ist Erholung für Körper und…. Seele.
Zurück bei Bassam setzen wir uns ein wenig gemeinsam auf die Stufen, ein holländisches Paar gesellt sich zu uns, naschen von Bassams eigenem Honig und erfahren Allerlei über den Naturschutz in Jordanien aber vor allem auch über seine Liebe zu den Tieren und der Natur. Wir holen Sammy und Momo aus ihrem kühlen Raum und bauen unser Zelt wieder unter den Pinien auf, um die 2. Nacht hier zu verbringen. Danke Bassam für diesen tollen Tag.
P.S.: Sie fuhren uns sogar noch in das Camp im Reservat, damit wir duschen konnten
und
P.P.S.: Der Kollege von Bassam musste wohl in den kurzfristig eingerichteten Hunderaum und prompt entkam ihm Momo. Nach einer halben Stunde kam er auf die Idee, Sammy an die Leine zu nehmen und Momo zurück zu locken. Was auch gelang. Das Besondere: der Kollege ist Moslem und würde nie einen Hund anfassen. Aber irgendwie haben die Beiden ihn beeindruckt und man muss auch sagen, sie haben sich wirklich gut benommen.



Mein Geburtstag war wohl ein ganz „Besonderer“…. (Review Jordanien 1) by Andrea Kuenstle
Mai 10, 2010, 14:33
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….. am toten Meer los geradelt kamen wir auf Sealevel gegen 14 Uhr an. Verschwitzt und staubig, aber strahlend.
Wir hatten einen wunderbaren Platz gefunden und schauten auf die bunten Sandsteinfelsen im Tal vom Toten Meer.
Bis zum Sonnenuntergang genossen wir die Aussicht, gingen früh schlafen um am nächsten Morgen den weiteren Aufstieg bis Al Karak (900m) zu schaffen. Übrigens: die nächste Zeit in Jordanien wird Wasser für uns immer wertvoller, waschen beschränkt sich auf das anfeuten eines Feuchttuchs um wenigstens den gröbsten Staub vom Körper zu bekommen. Unsere bunte Kleidung wechselt in einen beige Ton. Auch Momo und Sammy sehen bald mehr beige als schwarz aus.

Die Fahrt geht über die Kings Road Richtung Süden und wir haben neben den Steinewerfern, über die es natürlich einen extra Bericht geben wird, noch so Allerlei erlebt.
Die Kings Road mit ihrer Landschaft ist wirklich!!!!! ein Erlebnis und trotz der anstrengenden Fahrt bin ich froh, dass wir sie so erleben und nicht, wie mancher Tourist, schlafend im klimatisierten Bus, vielleicht ein Foto aus dem Fenster knipsend.

So manchesmal, ich schweißgebadet, sehe ich im Rückspiegel Momo gähnend, unter ihrem Schirm hervor schauend, im Hänger im Schatten sitzend. Neid!!!! Wir finden herrliche Stellen für unsere Rastplätze. Auch wenn Nachts einige Hunde bellend um unser Zelt schleichen und es ein wenig dauert, bis sie wieder abziehen.

Man sagte uns, dass Jordanien teuer wäre, aber Jordanien ist NICHT teuer. Natürlich, dort wo die Touristen Orte sind, dort zahlt man ordentliche Preise, ansonsten ist das Preisniveau ähnlich dem der Türkei. Man muss sich halt trauen in den kleinen Läden einzukaufen, und die Imbissstuben, statt der teueren Touristenrestaurants ansteuern.
Gastfreundschaft: ein schwieriges Thema, wenn man mit Steinen beworfen wird und die „Erwachsenen“ nur zu schauen.
Wir haben so ziemlich JEDEN darauf angesprochen, aber ausser einem Unverständnis und kläglichen Versuchen der Erklärungen erfuhren wir keine Reaktionen zu dem Thema „Steinewerfende jugendliche in Jordanien“.
Unser Eindruck: Gastfreundschaft, wie man sie im Sommer auch in Deutschland erleben kann. Eine Einladungen zum Tee endeten in: schenkt mir was,! Leatherman, euer Fahrrad, ich habe so viele Kinder und das kostet……… Bei anderen Einladungen war klar, dass dann etwas verkauft werden sollte. Am angenehmsten war es abseits der Touristenrouten, aber halt nicht die Gastfreundschaft, wie wir sie in Syrien erlebt haben.
Wir erleben auch wieder Temperaturen um die 13C und Regen. Das war nach den gewohnten 36C ordentlich kalt.
Wir erleben einen Pickup Fahrer, der uns mit nehmen will, auf den Berg, zeigt uns mit den Fingern 10 JD. Wir stimmen zu, denn der nächste Ort hat bestimmt wieder steinewerfende Kinder. Zum Glück kommt ein anderes Paar vorbei, und das übersetzt: nein, nein, der möchte 25 JD. Der Typ zieht sauer ab, ihm wurde offensichtlich die Tour vermasselt. Wir fahren alleine weiter. Und prompt erwischen uns die Steinewerfer wieder. Diesmal in einem Ort, in dem es Universitäten gibt. Bildung scheint also auch nicht zu helfen und diesemal ist einer der Jungen mind. 17 JAhre alt. Wir sind sauer und die Landschaft ist nicht mehr zu genießen. Das Reservat Dana ist erreicht. Hunde dürfen nicht mit rein, aber wir stellen unser Zelt vor dem Tor auf dem Parkplatz unter Pinien auf, und wieder sind wir überrascht, wie man in so einer Natur, weit ab von aller Zivilisation, so viel Müll hinter lassen kann. Unfassbar. Wir lernen Bassam kennen, der für den Touristenempfang und das Reservat eigene Camp verantwortlich ist und das, das war unser Glück. Ein wundervoller Mensch. Dazu später.
Bis Petra geht es mit geringeren Steigungen weiter. Die Route unterteilen wir so, dass wir nicht zu Schulschluss durch einen Ort müssen. Dann der Abzweig Petra, 400m runter. Oh weh, das müssen wir alles wieder rauf.
Aber jetzt sind wir erstmal hier.
P.S.: Sammy und Momo waren auf der Reise kein Problem für die Menschen. Etwas erstaunt, aber immer ein Lächeln bei den Menschen und wenn wir mehrere Sammys und Momos hätten, wir hätten ordentlich Geld verdienen können, so oft wie man sie uns abkaufen wollte 🙂



Sonntag, der 9. Mai, Muttertag by Andrea Kuenstle
Mai 9, 2010, 20:24
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Petra… werden wir morgen besichtigen… aber heute sind wir hier angekommen.
Wirklich angekommen. Wir haben uns lange nicht gemeldet. Wir waren im Niemandsland, irgendwo zwischen, Ziegenbauern und Wüste, zwischen Echsen und Höhlen, zwischen Steinewerfern und Naturschützern und froh, wenigstens unsere Wasserversorgung sicher zu stellen. Mit dem Auto sind das Katzensprünge, aber wir, mit dem Rad, den Hunden, den Steinewerfern…. wir brauchen Zeit. Die Berge schaffen uns. Unsere Gedanken kreisten fast nur noch ausschließlich um das Aufgeben. Wir waren so richtig müde, schmutzig, ängstlich, alleine. Aber die letzten 3 Etappen haben wir dann einfach noch langsamer gemacht. Mittags war Schluss mit dem Radeln!
Zeit für einen Tee, Zeit zum Reden, zum Denken. Immer irgendwo in den Bergen. Auch wenn vielleicht oft der Eindruck entsteht, dass wir Dauerhaft Urlaub machen… das ist nicht so. Aber genug des Jammerns, denn jetzt, seit heute Mittag machen wir Urlaub. Urlaub in Petra. In einem Hostel, etwas über der Stadt, mit einer Menge Rucksackreisenden aus der ganzen Welt.
Was wir noch alles erlebt haben und was wir in Petra sehen werden, dass kommt später.
Hier ein Freund, den wir entdeckt haben 🙂

Kleiner Freund



Danke Danke Danke…. by Andrea Kuenstle
Mai 9, 2010, 20:20
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….. für all die süßen Wünsche zu meinem Geburtstag *Freu*!
Habe ich zwar erst heute, 9 Tage später erhalten, aber riesig gefreut! Hihihi

Wir haben mit Bluna auf darauf angestoßen, auf 2m über Meeresspiegel,
nach knapp 400m bergauf vom toten Meer.

Geburtstagsumtrunk



Vom toten Meer in die Berge by Andrea Kuenstle
April 30, 2010, 10:01
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was für ein schreckliches Gefühl nur noch wenige Schluck Wasser zu haben!
Wir packen, schieben durch den Sand rauf zurück zur Straße und also geht es. Weiter am toten Meer entlang.
Nach 15 km erreichen wir den Eingang zur Schlucht und wir finden auch einen Verantwortlichen aus dem Reservat.
Wir fragen nach der angepriesenen Schluchtenwanderung, die heute wegen angekündigtem Regen nicht statt findet und wir fragen nach dem beschrieben Campingplatz und werden auf die andere Seite geschickt. Der Mann hatte nicht wirklich Lust uns Fragen zu beantworten, geschweige denn sich anzuhören, dass wir Hilfe brauchen.
Also gut, auf der anderen Seite soll es einen Campingplatz und was zum Essen und Wasser geben.
Campingplatz? Hier kann man für 60 EUR / Nacht unterkommen. Na Danke. Wasser bekommen wir…. für 1,50 je Flasche.
Tourismus lässt grüßen.
Also fahren wir weiter. Nach 20 km müsste ein Ort kommen und unser Abzweig in die Berge.
Bis hier her war die Fahrt auch weiterhin nicht schön. Die Berge eher langweilig.
Wir erreichen den Ort, oder so… Money ist wieder mal der weit verbreitetste Name, aber zumindest kommen wir ohne Steine werfende Kinder durch. Wir essen ein Falafel.Die Kinder hier rücken uns ordentlich auf die Pelle und weil das von den Ladenbesitzern nicht gerne gesehen wird werden auch die Kinder selber mit Steinen von den Erwachsenen bedroht, dass sie Abstand halten sollen. Die Kids sind alle ganz lustig, allerdings gehen sie auch Momo auf die Nerven. Was ich verstehen kann.
Also wir essen gemütlich unser Falaffel, besorgen Joghurt, noch mehr Wasser und weiter geht es.
Die Menschen werden dunkelhäutiger und ärmer. Die Kinder reiten auf Eseln durch die karge Landschaft zum Wasser holen.
Aber jetzt, abgebogen Richtung Berge, wird es herrlich. Bald sind wir wieder auf 0m, finden einen herrlichen Platz und genießen die Aussicht über die Berge und das tote Meer. Die Berge hier sehen aus wie die Bilder, die man an Weihnachten überall auf den Weihnachtsmärkten bekommt. Die Bilder, in den sich aus Sand immer wieder neue Landschaften formen. Roter, gelber und schwarzer Sandstein. Eine bizarre Landschaft. Morgen da haben wir weitere 900m vor uns.



Andrea hat heute Geburtstag!!! by Klaus Breuer
April 30, 2010, 05:00
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Torte

herzlichen Glückwunsch!!!!!!

von Klaus, Momo und Sammy



Und wie fühle ich mich am 5. Tag in Jordanien by Andrea Kuenstle
April 29, 2010, 19:58
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Jordanien kommt nicht so gut weg bislang.
Morgen habe ich Geburtstag und noch keine Ahnung wo wir den verbringen.
Naja, klar, erstmal auf dem Fahrrad, aber dann?
Ich sitze hier am toten Meer. Wir machen einen Tag Pause. Steine werfende Kinder, sengende Hitze,
Staub und der Diebstahl meiner Kamera, die furchtbar laute, miefige und heiße Unterkunft in Amman,….
Wir sind nicht so sehr glücklich im Moment.
Am wohlsten fühlten wir uns bislang, wenn wir draußen, in unserem Zelt schlafen konnten, einen ruhigen sicheren Platz hatten, genug zu trinken und genug… Schokolade.
Na gut, letzteres ist nicht so wichtig. Jetzt hier am toten Meer haben wir so einen Platz, aber kein Wasser mehr.
Also müssen wir sparsam sein und morgen einige Kilometer mit wenig auskommen.
Es ist richtig heiß, staubig, die Fliegen nerven. Es gibt keinen Schatten und der selbst gebaute ist knapp und ungemütlich.
Das Meer vor der Nase und du kannst nicht zur Erfrischung rein gehen. Danach bräuchtest du Wasser zum Abspülen und das haben wir nicht. Es ist so tot das tote Meer. Keine Angler, keine Boot, keine Fische, kein Leben.
Also warten wir auf den Abend, darauf dass der Wind hoffentlich bald noch mal kommt, es kühler wird und wir schlafen gehen können.
Morgen soll es sehr früh weiter gehen und wenn wir Glück haben, dann werden wir die nächste Nacht in einem Reservat verbringen, nach dem wir eine Schluchtenwanderung gemacht haben, vielleicht sogar mit einer kleinen Schwimmeinlage.