Andrea & Klaus


Reiseführer Ägypten by Andrea Kuenstle
April 26, 2010, 17:26
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Reiseführer Ägypten

Daaaaaaaaaaaaaaanke ihr Zwei 🙂
Wir haben nur wenige Informationen mit genommen… das Gewicht!
Für Ägypten haben wir jetzt aber einen dicken Schmöker: Anneliese und Günther, wir trafen die Beiden auf dem Camoingplatz in Damaskus, aus Österreich haben ihn uns geliehen und so können wir uns nun ausgiebig vorbereiten. Und überhaupt sind diese Plätze immer wieder gut für allerlei Erfahrungsaustausch.
Wir werden versuchen den Reiseführer pfleglich zu behandeln 🙂
Liebe Grüße,
Andrea & Klaus

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Die Sendung mit dem Klaus: Fingersprache by Klaus Breuer
April 26, 2010, 17:11
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Wenn man mit der Sprache nicht mehr weiter kommt und man z.B. 3 Eier kaufen möchte, wie zeigt man dann die 3 mit den Fingern?
So, so oder so?

Amerikanische Drei

Amerikanische Drei

Arabische Drei

Arabische Drei

Deutsche Drei

Deutsche Drei



Syrien hat uns wieder so richtig heraus gefordert…. by Andrea Kuenstle
April 20, 2010, 13:11
Filed under: Fahrrad(welt)reise | Schlagwörter:

raus aus Aleppo und rauf auf die Autobahn. Und so wollen wir möglichst schnell nach Damaskus kommen. Den Abstecher nach Al Bara, landschaftlich herrlich bereuen wir später fast…. rauf und runter, rauf und runter, rauf und runter, und das so an die 14 x mal bis wir endlich auf 700m Al Bara, die verlassenene Städte erreichen. Die Strassen sind klasse hier in Syrien, die Landschaft herrlich, vorbei an blühenden Kirschbäumen, Olivenhainen und zahllosen Feigenbäumen. Allerdings ist alles auch sehr staubig. Nach ca. 80 km erreichen wir wieder die Autobahn und fahren bis Hama. Wir sind erschöpft, nicht so sehr körperlich, sondern mal wieder mental und bleiben 3 Nächte. Hier eine kurz Zusammenfassung der Erlebnisse:
– Wir bekommen aus fahrenden Autos Kekese gereicht
– fragen in einem Ort nach einem geeigneten Platz für unser Zelt. Bauen auf und wieder ab und an anderer Stelle wieder auf (der erste Platz ist wohl doch zu unsicher, nachdem heftig unter Männern diskutiert wurde).
– sitzen in einer syrischen Familie mit 9 Kindern auf dem Boden und essen fremde Sachen. Verstehen fast nichts, sind noch ungewaschen und verschwitzt, die Hunde haben noch nicht gefuttert. Ich komme in einen anderen Raum, da die Mädchen im Haus mit mir reden möchten (ich war übrigens die einzige Frau in der Männerrunde zum Essen). Ich darf kein Foto von den Mädchen machen, da sie ihre Kopftücher nicht auf haben. Klaus spielt Karten, schaut Fussball, muss auf Toilette…. aber erst müssen die Mädchen versteckt werden. Puuuuhhh. Das war fremd und anstrengend.
– Frühstück wieder zusammen am Boden, wir kommen kaum los. Die Mädchen bleiben im Haus, die Männer sitzen vor der Tür und trinken Kaffee, uns beobachtend, wie wir alles zusammen packen.
– Am Abend Fragen wir an einer Polizeistation nach einem sicheren Platz und sind schon in der nächsten gastfreundlichen Familie……. noch üppigeres Abendbrot und diesmal sogar eine Dusche und eine Waschmaschine.
– wir bekommen Wasser und Kuchen am Wegesrand, man fährt vorweg, wenn wir den Weg nicht finden
– es gibt hier keine „extra Touristen Preise“, wir zahlen das gleiche wie die Syrer und manchmal auch garnichts, wie an einer der zahlreichen „Raststädten“ an der Autobahn für Kaffee, Tee und Süßigkeiten
– Regen und Hagel auf 1400m Höhe, und keine Möglichkeit uns unter zu stellen, aber eine unwirklich bezaubernde Landschaft in dieser Höhe
Und immer wieder, sicherlich mehr als 100 mal, hören wir: Welcome in Syria!
In diesem Land sind Ausländer willkommen. Die Gastfreundschaft ist überwältigend. Wenn ich da an Deutschland denke… oh weh.
Die Menschen fragen häufig wie wir ihr Land finden und bitten uns das weiter zu sagen. Sie mögen die Touristen und das sicher nicht wegen dem Geld, dass sie in das Land bringen, sondern weil sie neugierig sind, offen und modern sein wollen. Sie sind stolz auf ihr Land. 
Aber natürlich gibt es auch hier Probleme, wie:
– Internetzensur
– Kinderarbeit
– Bürokratie (wir haben gerade unser Visum verlängert und das wird Klaus euch berichten: chaotisch)
– Müllprobleme
– ……………………………

 Und jetzt hier, in Damaskus, nutzen wir die Zeit für unsere weitere Planung: Visum verlängern, Visum für Jordanien besorgen, Geld wechseln, Route planen,…..
Gerade haben wir es geschafft mit den Fahrrädern in die Stadt zu fahren, die Hunde im Anhänger und ein Internetcaffee gefunden. Wir bleiben wahrscheinlich noch 2 TAge und dann sind wir in hoffentlich 2 weiteren Tagen in Jordanien. Und vielleicht dann auch wieder mit einem einfacheren Internetzugang. Also bitte gedulden, bis wir all eure lieben Mails beantworten.
Es gibt doch noch was neues: Sammy ist ziemlich taub:-) Und jetzt müssen wir uns also auch mit ihr und nicht nur mit den Menschen in den verschiedenen Ländern mit einer Art Zeichensprache unterhalten. Das wird lustig 🙂
Bis zum nächsten mal, dann bestimmt wieder mit Fotos,
Andrea & Klaus



Fotogalerie: Aleppo by Andrea Kuenstle
April 14, 2010, 20:22
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 Kassenbon Syrien

(Klick auf das Foto öffnet die Fotogalerie)

Einige kleine Eindrücke aus Syrien. Es fängt an wirklich anders zu werden, fremder und natürlich, wie Dagmar im Kommentar schrieb, werden auch wir für die Menschen fremder. Momo und Sammy treiben das ganze dann auf die Spitze. Sie scheinen die einzigen Hunde in den Städten zu sein, echte „Hingucker“ aber auch „Wegläufer“ 🙂 Aber dazu mehr später. Hoffe ihr gewinnt einen kleinen ersten Eindruck von Syrien und unsererm Besuch in Aleppo.
P.S.: Wie gut, dass ich Vegetarier bin 🙂
P.P.S.: Noch 200 km bis Damaskus



Suchbild: unser neues Zelt :-) by Andrea Kuenstle
April 12, 2010, 20:26
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Sturmsicher und 5 kg leichter!
Und es hat sich gelohnt: einen Sturm hat es bereits überstanden und das Gewicht? Klaus ist glücklich über die 5 kg weniger und ich auch… kann ihm nämlich jetzt wieder mehr drauf packen 🙂



Aleppo, Syrien by Andrea Kuenstle
April 8, 2010, 19:46
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hier in Aleppo haben wir Zeit uns ein ganz klein wenig an die neue Sprache und die andere Mentalität zu gewöhnen. So haben wir gelernt, was „Guten Morgen“ heißt, „Danke“ oder „Zwei Tee bitte“. Wir schauen uns die handgeschriebene Schreibweise von Zahlen (indische Ziffern) an, um die Preise zu lesen, schnuppern uns durch die Gewürze und das landestypische Essen und sitzen dann schließlich in einem Lokal und essen „Fuhl“, oder so , ein wohl eher für Touristen untypisches Gericht wie wir später erfahren, aber es schmeckt einfach prima: Sesamsauce mit dicken Bohnen, darüber Olivenöl und Gewürze gestreut, dazu Zwiebeln in Salz tunken oder frische Pfefferminze. Zum Glück gibt es aber auch in diesem Land Brathähnchen = faruj, so dass auch Sammy und Momo köstlich versorgt werden. Morgen fahren wir weiter und dann wird es wirklich wohl erst mal ruhig hier im Blog: W-Lan haben wir in der ganzen Stadt nicht gefunden, der Handy Empfang ist schwach und das GPS sucht auch erschwert nach Satelliten (nun, das GPS ist ja offiziell eh verboten hier in Syrien). Wir melden uns 🙂 P.S.: Fotogalerie folgt



Antakya – Grenze Syrien – Aleppo by Andrea Kuenstle
April 7, 2010, 19:28
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Wir sind angekommen, in Syrien, Aleppo! Schlecht gelaunt, verschwitzt, total verstaubt, ängstlich und verunsichert. An der Grenze gab es keinen Geldautomaten. Unser Reservegeld mussten wir teuer wechseln um das Visum zu bekommen und so sind wir dann mit 0,76 türkischen Lira hier angekommen. Und die Fahrt Richtung Osten nach Aleppo? Wir sind an einer Hundebande vorbei, bewaffnet mit Steinen und alten rostigen Schrauben von LKWs. Diese haben wir dann nicht gebraucht, ein Autofahrer hielt uns die Bande vom Hals, oder besser vom Bein. Die erste gastfreundschaftliche Einladung am Abend sollte am nächsten morgen bezahlt werden. Tierkadaver, tote Hunde und sogar einen toten Esel am Straßenrand die „dicker“ nicht mehr sein konnten, Müll überall, im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht, Kinderarbeit, ganze Orte vom Sand bedeckt, der sich durch die Windhosen überall hin verteilt, Orte wie in Sepia getaucht, chaotische Verkehrsverhältnisse, in denen wir nicht die kraftvollsten sind, ein vielleicht 11 jähriger junge auf seinem Fahrrad wollte Tüten von Klaus Hänger klauen. Nach drei missglückten Versuchen Geld an 3 verschiedenen Automaten zu bekommen, funktionierte es dann. Eine Touristeninfo war auch bald gefunden sowie ein Hotel. Wir werden einen Tag hier bleiben und nutzen um uns wieder zu gewöhnen, zumindest die ersten Schritte dahin. Es ist wieder neu, wieder anders, wieder fremd, immer ein wenig fremder als beim letzten Mal.